Rebalancing des Global Challenges Index: Zusammensetzung des Nachhaltigkeitsindex bleibt unverändert – schärfere Aus-schlusskriterien verabschiedet

Hannover, 6. September 2018 – Im Rahmen des halbjährlichen Rebalancings beim Global Challenges Index (GCX) werden zum Stichtag 21. September 2018 keine Veränderungen vorgenommen. Die zurzeit im GCX enthaltenen 50 internationalen Aktienwerte werden laufend durch die Nachhaltigkeits-Ratingagentur ISS-oekom überprüft, dabei gab es keine Veranlassung für den Austausch einzelner Aktien. Die aktuelle Zusammensetzung konnte auch den GCX-Beirat überzeugen, der durch hochkarätige Persönlichkeiten besetzt ist sowie die Börse Hannover als Initiator und Lizenzgeber des GCX. Allerdings wurde das routinemäßige Rebalancing zum Anlass genommen, um zusätzliche und verschärfte Ausschlusskriterien für Unternehmen zu beschließen.

Strengere Ausschlusskriterien wurden konkret für Unternehmen verabschiedet, die in den Bereichen Kohleförderung, Kohleaufbereitung und thermische Nutzung, Erdölförderung sowie Raffination und thermische Nutzung von Erdöl tätig sind. Hier wird zukünftig ein Umsatzanteil von maximal 5 Prozent toleriert, bisher waren es 10 Prozent. Als zusätzliche Ausschlusskriterien wurden Hydraulic Fracturing („Fracking“) und der Abbau von Ölsanden aufgenommen. Hier gilt eine Umsatzgrenze von 0 Prozent, bereits geringste Aktivitäten in diesen Geschäftsfeldern führen zum Ausschluss der Unternehmen. „Auf die im GCX enthaltenen Unternehmen haben diese verschärften Ausschlusskriterien erwartungsgemäß keine Auswirkungen. Aufgrund der gestiegenen Anforderungen im Markt für Nachhaltige Geldanlagen war die Anpassung dieser Kriterien jedoch sinnvoll, der GCX ist damit aktuell bestens im Markt positioniert“, erläutert Hendrik Janssen, Geschäftsführer der Börse Hannover und Vorstand der BÖAG Börsen AG.

Der GCX umfasst 50 internationale Aktien besonders nachhaltig handelnder Unternehmen, die sich der Bewältigung von sieben globalen Herausforderungen widmen. Dazu gehören u. a. Klimawandel, nachhaltige Waldwirtschaft, Bevölkerungsentwicklung, Armutsbekämpfung und verantwortungsvolle Führungsstrukturen. In den 11 Jahren seit seiner Auflegung am 3. September 2007 konnte der GCX eine bemerkenswerte Performance von 166 Prozent (Stand: 31.08.2018) erzielen und hat damit konventionelle und auch bekannte Nachhaltigkeits-Aktienindizes deutlich übertroffen. Der DAX kommt im gleichen Zeitraum auf eine Performance von lediglich 64 Prozent, der EuroStoxx50 auf 12 Prozent. Der Dow Jones Sustainable Index World kommt im gleichen Zeitraum auf eine Performance von 14 Prozent, der FTSE4Good Global auf 30 Prozent und der Natur-Aktien-Index auf 88 Prozent. „Das ist ein eindeutiges Ergebnis pro GCX und für uns der Beleg dafür, dass die besonders strengen Auswahlkriterien langfristig zu einer deutlichen Outperformance führen“, ergänzt Janssen. Zu den GCX-Unternehmen, die seit Jahresbeginn 2018 die beste Performance erzielt haben, gehören AMD mit 147 Prozent sowie Dassault und Rockwool Int. mit jeweils rund 58 Prozent.

GCX und der Anleihen-Basket Global Challenges Corporates (GCC) werden bereits seit vielen Jahren durch verschiedene Lizenznehmer genutzt. Das investierte Volumen in unterschiedliche Fonds- und Vermögensverwaltungsprodukte auf Basis von GCX und GCC erreichte Ende Juli 2018 die Marke von 500 Mio. Euro.

Das nächste Rebalancing des GCX ist für den 15. März 2019 vorgesehen.