Börse Düsseldorf: Steubing AG neuer Kapitalmarktpartner
Düsseldorf, 14. Januar 2021 – Die Börse Düsseldorf begrüßt die Steubing AG als neuen Kapitalmarktpartner im Primärmarkt. Das unabhängige Bankhaus aus Frankfurt am Main ist seit mehr als 30 Jahren am Kapitalmarkt etabliert und gehört zu den erfahrensten und finanzstärksten Wertpapierhandelsbanken Deutschlands.
„Mit der Steubing AG haben wir einen starken Partner gewonnen, der über umfassende Expertise – von der Beratung über die Investorenansprache bis zur Platzierung – verfügt und von dem unsere Emittenten profitieren werden“, erklärt Thomas Dierkes, Geschäftsführer der Börse Düsseldorf. Die Wertpapierhandelsbank ist unter anderem in den Bereichen Kapitalmarktgeschäft, Institutionelle Kundenbetreuung, Handel und Integriertes Orderflow Management in börsennotierten Aktien, Anleihen, Zertifikaten, Optionsscheinen und ETFs und Designated Sponsoring tätig. Zudem bringt die Steubing AG ein langjähriges Netzwerk zu Emittenten, Market-Makern, Banken und Online-Brokern mit. „Als Partner der Börse Düsseldorf können wir uns noch breiter aufstellen und freuen uns im Segment Primärmarkt mit vielen interessanten, aufstrebenden Unternehmen zusammenzuarbeiten“, sagt Adrian Hurler, Head of Advisory and Structuring.
Primärmarkt der Börse Düsseldorf
Im Primärmarkt der Börse Düsseldorf verpflichten sich Emittenten, besondere Publizitätsstandards einzuhalten und Anleger kontinuierlich mit umfassenden Informationen rund um das Unternehmen zu versorgen. In dem Listing-Segment im Freiverkehr sind sowohl Aktien, Anleihen als auch weitere Produkte wie z. B. Genussscheine notiert.
Börse Düsseldorf: „Corona-Gewinner“ ist Börsen-Unwort 2020
Düsseldorf, 12. Januar 2021 – Zum 20. Mal suchte die Börse Düsseldorf für das zurückliegende Jahr das Börsen-Unwort und kam nicht am allesbestimmenden Thema 2020 vorbei: „Corona-Gewinner“ wählten die Börsen-Makler, Wertpapier-Händler und Handelsplatz-Mitarbeiter als besonders sprachkritischen Begriff, der 2020 häufig in der Finanzbranche und in den Medien verwendet wurde. Dicht dahinter folgten im Umfrageergebnis die Zombie-Unternehmen. Auf den weiteren Rängen sortierten sich die Börsen-Unwörter Staatseinstieg, Virtuelle Hauptversammlung und Dividendenstopp ein.
Nachdem die Finanzmärkte im Frühjahr als Folge zunehmender Covid-19-Fallzahlen und erster Lockdown-Maßnahmen um bis zu 40 Prozent eingebrochen waren, konnten einzelne Branchen unter den neuen Rahmenbedingungen starke Nachfragesteigerungen mit rasanten Zuwächsen beim Aktienkurs verzeichnen. „Der Begriff Corona-Gewinner wurde an der Börse schnell gängig für die Krisen-Profiteure etwa in den Geschäftsfeldern Lieferdienste, Videokonferenzen, oder Streaming/Gaming“, sagt Thomas Dierkes, Geschäftsführer der Börse Düsseldorf. Diese Unternehmen hätten viel richtiggemacht und auch Mut in der Krise gezeigt. Auf der anderen Seite gäbe es aber auch viele Corona-Verlierer, die keine substantiellen Fehler gemacht haben und trotzdem oftmals in ihrer Existenz bedroht oder auf staatliche Hilfen angewiesen sind. „Der Erfolg sei allen gegönnt, die mit der richtigen Idee, zur richtigen Zeit am richtigen Ort waren. Doch gefeiert zu werden als Profiteure eines externen Ereignisses mit so weitreichenden Folgen für Wirtschaft, Gesellschaft und Gesundheit, erscheint mindestens zynisch. In einer Krise gilt es, zusammenzustehen und sich solidarisch zu zeigen. Auch das ist erfreulicherweise zu beobachten und gibt Hoffnung“, erläutert Dierkes die Begründung.
Das Team der Börse Düsseldorf ermittelt seit 2001 im jährlichen Rückblick das Börsen-Unwort. Die Wahl erfolgt in Anlehnung an die 1991 ins Leben gerufene sprachkritische Aktion des Germanisten Prof. Dr. Horst Dieter Schlosser. Die bisherigen Düsseldorfer Börsen-Unwörter lauten: „Finanztransaktionssteuer“ (2019), „America First“ (2018), „Bitcoin Boom“ (2017), „Anlagenotstand“ (2016), „Zinswende“ (2015), „Guthabengebühr“ (2014), „Billiges Geld“ (2013), „Freiwilliger Schuldenschnitt“ (2012), „Euro-Gipfel“ (2011), „Euro-Rettungsschirm“ (2010), „Bad Bank“ (2009), „Leerverkauf“ (2008), „Subprime“ (2007), „Börsen-Guru“ (2006), „Heuschrecken“ (2005), „Seitwärtsbewegung“ (2004), „Bester Preis“ (2003), „Enronitis“ (2002) und „Gewinnwarnung“ (2001).
BÖAG Börsen AG: Börsen Düsseldorf, Hamburg und Hannover schließen erfolgreiches Jahr ab

30.12.2020 – Die BÖAG Börsen AG, Trägergesellschaft der Skontroführerbörsen Düsseldorf, Hamburg und Hannover sowie der elektronischen Handelsplattformen LS Exchange und Quotrix, konnte im Jahr 2020 ein deutliches Wachstum verzeichnen.
Insgesamt haben die BÖAG-Handelsplätze ein Handelsvolumen von 50 Milliarden Euro erzielt und liegen damit 156 Prozent über dem Vorjahresniveau (19,5 Mrd. Euro*). „Die Unsicherheiten auf den Märkten aufgrund der Corona-Auswirkungen und politischer Ereignisse haben im Jahr 2020 zu einem außergewöhnlichen Handelsaufkommen geführt. Wir alle konnten das Auf und Ab der Kurse mit rasanten Tiefständen auf der einen und Allzeithochs auf der anderen Seite beobachten. Der Aufwärtstrend der elektronischen Handelsplätze hat sich fortgesetzt, zudem konnten neue Kapitalmarktpartner hinzugewonnen werden“, erläutert Dr. Thomas Ledermann, Vorstand der BÖAG Börsen AG, die positive Entwicklung. Ferner hat die BÖAG Börsen AG die Mehrheit der Geschäftsanteile an der ICF BANK AG, Wertpapierhandelsbank mit Sitz in Frankfurt am Main, übernommen: „Mit dieser strategischen Partnerschaft haben wir einen wichtigen Schritt für weiteres gemeinsames innovatives Wachstum unternommen“, so Ledermann.
Börse Düsseldorf: Mehr Trades, Umsätze und Notierungen an beiden Handelsplätzen
Seit Jahresbeginn ist die ICF BANK mit der Skontroführung der mehr als 17.000 an der Börse Düsseldorf gelisteten Werte betraut. Speziell im Aktienhandel konnten die Umsätze und die Zahl der Geschäftsabschlüsse mit mehr als 250 Prozent signifikant gesteigert werden. Der starke Trend zu Exchange Traded Funds (ETFs) hält mit einer Umsatzverdoppelung weiter an. Auch die Umsätze im börslichen Investmentfondshandel konnten nochmals spürbar zulegen.
Beim bereits 2001 gestarteten elektronischen Handelssystem Quotrix schlägt sich das Börsenjahr 2020 mit einer mehr als verdoppelten Anzahl abgewickelter Geschäfte und über 50 Prozent Umsatzzuwachs nieder. Wesentlicher Treiber war das Aktiengeschäft der zumeist im Online-Brokerage starken Marktteilnehmer, deren Kreis sich mit dem Anschluss von DAB BNP Paribas und Smartbroker um zwei neue Adressen erweiterte.
Bei den Listings von neuen Aktiengesellschaften siedelten sich elf Unternehmen im allgemeinen Freiverkehr der Börse Düsseldorf an, vier Unternehmen führten von dort ein Upgrade in das Qualitätssegment Primärmarkt durch. Die Liste der Kapitalmarktpartner erweiterte sich um die noch junge Bitbond GmbH und die etablierte Steubing AG. „Wir freuen uns über rege Aktivität und Nachfrage bei unseren Listingangeboten“, erklärt Geschäftsführer Thomas Dierkes und ergänzt: „Das in jeder Hinsicht außergewöhnliche Jahr 2020 beweist eindrucksvoll das Potenzial börsengehandelter Unternehmen und deren Finanzierungsmöglichkeiten über die Börse.“
Börse Hamburg: Starkes Wachstum bei LS Exchange sowie im Aktien- und Fondshandel
Das elektronische Handelssystem LS Exchange der Börse Hamburg konnte 2020 seinen Erfolgskurs vom Vorjahr fortsetzen. Innovative Handelsteilnehmer wie TRADE REPUBLIC und justTRADE profitieren besonders vom neuen Brokerage-Boom, sodass im Vergleich zum Vorjahr Handelsumsätze und Trades bis zum Jahresende 2020 um ein Vielfaches gesteigert werden konnten. Im Fokus des Anlegerinteresses standen hierbei insbesondere Aktien aus dem Bereich Technologie (Amazon, Apple, Ballard Power, Microsoft, Tesla) sowie Unternehmen, die mit Corona Impfstoffen in Zusammenhang stehen (BioNTech, Moderna, CureVac).
Im Skontroführerhandel der Börse Hamburg profitierte vor allem der Aktienhandel von deutlich höheren Handelsumsätzen und Geschäftsabschlüssen. Der Fondshandel der Börse Hamburg hat 2020 mit einem Umsatz in Höhe von 763 Mio. Euro ein Wachstum von 35 Prozent verzeichnet. Die Spitzenpositionen belegten dabei wie in den vergangenen Jahren vor allem Immobilienfonds, ausgewählte Aktienfonds sowie ETFs. Der Fondshandel Hamburg zählt mit mehr als 3.000 Fonds zu den führenden Handelsplätzen für Investmentfonds in Deutschland. Die Handelsplattform bietet Anlegern die Möglichkeit, ihre Investmentfonds ohne Ausgabeaufschlag zu Marktpreisen jederzeit kaufen und verkaufen zu können.
Die Hamburger Wirtschaft ist stark, das zeigt auch der HASPAX. Der Aktienindex der Börse Hamburg und der Hamburger Sparkasse spiegelt die Börsenperformance der größten börsennotierten Aktiengesellschaften der Metropolregion Hamburg wider. Ein Vergleich mit dem DAX zeigt: Mit einem Plus von 8 Prozent hat der HASPAX in 2020 besser abgeschnitten als der deutsche Leitindex DAX (+ 4 Prozent)**. Treiber waren hierbei insbesondere Unternehmen aus den Bereichen Technologie bzw. Erneuerbare Energien.
| HASPAX – Top 5 Performance 2020** | |
|---|---|
| ENCAVIS AG | + 124 % |
| Nordex SE | + 84 % |
| Jungheinrich AG | + 72 % |
| Hypoport SE | + 60 % |
| Basler AG | + 41 % |
Börse Hannover: Global Challenges Index erreicht Allzeithoch
An der Börse Hannover war der Handel ebenfalls durch deutlich höhere Aktivitäten gekennzeichnet. So konnten die Transaktionszahlen im Aktienbereich um 150 Prozent gesteigert werden.
Obwohl einzelne Unternehmen des NISAX20 Corona bedingt deutliche Rückschläge hinnehmen mussten, schloss das niedersächsische Börsenbarometer der Börse Hannover das Gesamtjahr 2020 positiv ab. Mit einem Plus von 8 Prozent zeigt sich auch der NISAX20 stärker als der DAX. Neben dem Dauerbrenner Sartorius belegten mit PNE und EnviTec Biogas zwei Unternehmen aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien sowie der Technologiewert LPKF die vorderen Ränge in der diesjährigen Performanceauswertung.
| NISAX20 – Top 5 Performance 2020** | |
|---|---|
| PNE AG | + 105 % |
| LPKF Laser & Electronics AG | + 91 % |
| EnviTec Biogas AG | + 88 % |
| Sartorius AG | + 71 % |
| Symrise AG | + 17 % |
Im Bereich Nachhaltigkeit hatte der Global Challenges Index (GCX) bereits im November 2020 die Marke von 3.600 Punkten überschritten und damit ein neues Allzeithoch erreicht. Im Jahr 2020 hat der Nachhaltigkeitsindex der Börse Hannover rund 14 Prozent zugelegt und damit den Kurseinbruch aus dem Corona Crash vom März vollständig aufgeholt.
| GCX – Top 5 Performance 2020** | |
|---|---|
| SunPower Corp. | + 187 % |
| DP Renováveis S.A. | + 121 % |
| Nordex SE | + 84 % |
| Advanced Micro Devices Inc. | + 84 % |
| Orsted A/S | + 83 % |
Die erfolgreiche Entwicklung des GCX bestätigte sich auch in einer Bewertung von Stiftung Warentest, bei der zwei Fonds, die in Aktien des GCX investiert sind, jeweils die Bestnote von 5 Punkten in der Kategorie „Nachhaltigkeit“ erhielten***. Seit Auflage im Jahr 2007 kann der GCX einen Wertzuwachs von rund 265 Prozent verzeichnen. „Wir freuen uns sehr über den seit Jahren kontinuierlichen Erfolg des GCX. Mit der starken Performance können wir regelmäßig nachweisen, dass es sich lohnt, in nachhaltige Werte zu investieren. Und die Zahlen sprechen für sich: Das auf den Index investierte Volumen ist 2020 um 46 Prozent auf mehr als 950 Mio. Euro gestiegen“, sagt Hendrik Janssen, Vorstand der BÖAG Börsen AG.
Um im Bereich Nachhaltigkeit einen weiteren Beitrag zu leisten, spendet die BÖAG Börsen AG im Rahmen der jährlichen Baumpflanzaktion „EINHEITSBUDDELN“ 500 Bäume.
Fondsbörse Deutschland bleibt Marktführer – Zweitmarkt und Erstmarkt
Die Fondsbörse Deutschland blieb auch im Corona-Jahr 2020 unangefochtener Marktführer im Handel mit geschlossenen Fonds. Auf einen starken Jahresauftakt folgte ein deutlicher Umsatzeinbruch in den Monaten April und Mai. Seitdem zeichnet sich aber eine kontinuierliche Erholung ab. Die Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG und ihr Tochterunternehmen Deutsche Zweitmarkt AG erwarten einen Gesamtumsatz von 275 bis 280 Mio. Euro, der knapp unterhalb des Vorjahres liegen wird (295 Mio.). Unter den Vorzeichen von Corona ist dies dennoch als sehr gutes Ergebnis zu werten. Die Anzahl der Vermittlungen wird trotz zweier fast „verlorener“ Monate gegenüber dem Vorjahr sogar von 7300 auf über 7600 im Jahr 2020 ansteigen.
Auch im Erstmarkt für Anlageprodukte aus den Bereichen alternative Investmentfonds, Vermögensanlagen und Direktinvestments wurden trotz des schwierigen Umfeldes wichtige Meilensteine erreicht. Die ersten Direktzeichnungen im B2B-Partnerportal www.erstmarkt.de sind erfolgreich abgewickelt, Kooperationsvereinbarungen mit großen Finanzvertrieben sind unterzeichnet, die großen Emissionshäuser sind annähernd vollzählig als Partner an Bord. Die digitale Zeichnungsplattform Capital Pioneers, an der die Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG im Herbst 2019 eine Mehrheitsbeteiligung übernommen hatte, relaunchte zum Jahresende ihre Website www.capitalpioneers.de und startet zu Beginn des kommenden Jahres in den B2B-Vertrieb mit Zielrichtung Makler und freie Finanzvermittler.
* adjustierter Vorjahreswert auf Basis harmonisiertem Reporting
** Stand: 29.12.2020
*** Weitere Informationen zur Bewertung unter Finanztest 7/2020
Upgrade der SynBiotic SE – Europäische Cannabinoid-Plattform neu im Primärmarkt
16.12.2020 – Die SynBiotic SE (ISIN: DE000A2LQ777, WKN: A2LQ77) mit Sitz in München steigt heute in den Primärmarkt der Börse Düsseldorf auf. Die Gesellschaft ist als Plattform auf Unternehmen im Bereich Nahrungsergänzungsmittel, Kosmetik und Arzneimittel mit Spezialisierung auf Cannabinoide fokussiert. Ihr Ziel ist es, als Unternehmensgruppe die gesamte Wertschöpfungskette für Verbraucher zugänglich zu machen. Die Aktien der Gesellschaft notieren seit dem 11. November 2019 im allgemeinen Freiverkehr. Die Gesellschaft vollzieht nach einem Reverse IPO im April nun das Upgrade in das Qualitätssegment der Börse Düsseldorf.
„Die Notierung im Primärmarkt der Börse Düsseldorf ist ein wichtiger Baustein in unserer Wachstumsstrategie. Wir freuen uns sehr über die Chance, uns in diesem Segment zu positionieren und damit neue Anlegergruppen ansprechen zu können“, sagt Lars Müller, CEO der SynBiotic SE. Die hohen Transparenzpflichten für Emittenten im Primärmarkt bieten Anlegern die Möglichkeit, sich umfangreich über Unternehmen zu informieren und damit ein höheres Maß an Sicherheit.
Zur Wachstumsfinanzierung führt SynBiotic derzeit eine Kapitalerhöhung durch und will im Dezember 2020 bis zu 375.000 neue Aktien platzieren. „Mit zusätzlichem Kapital planen wir in den kommenden Monaten die Übernahme weiterer Unternehmen mit dem Ziel, unser Portfolio erweitern zu können. Des Weiteren möchten wir in die Grundlagenforschung, die synthetische Produktion von Cannabinoiden sowie in die Entwicklung und Zulassung innovativer Arzneimittel und rezeptfreier Wellness-Produkte investieren, die keinerlei berauschende Bestandteile enthalten“, ergänzt Müller.
„Mit SynBiotic gewinnen wir ein weiteres innovatives Unternehmen, das den Primärmarkt als Plattform zur Wachstumsfinanzierung erkennt und das sich bietende Potenzial nutzt. Wir freuen uns sehr auf das junge aufstrebende Unternehmen und wünschen ihm viel Erfolg bei der Erreichung seiner Ziele“, sagt Thomas Dierkes, Geschäftsführer der Börse Düsseldorf.
Über die SynBiotic SE
Die SynBiotic SE ist ein börsennotiertes Plattform-Unternehmen mit einem auf die EU fokussierten Buy & Build Investmentansatz. Im Fokus stehen die alternative Produktion von funktionell überlegenen Cannabinoiden sowie die Entwicklung von Wellness- & pharmazeutischen Produktformulierungen für den Endkunden unter eigenen Marken. Außerdem steht das Unternehmen für die synthetische Produktion von Cannabinoiden, die Entwicklung von Arznei- und Nahrungsergänzungsmittel sowie von Kosmetikprodukten.
TubeSolar AG mit Upgrade in den Primärmarkt
07.12.2020 – Die TubeSolar AG (ISIN: DE000A2PXQD4, WKN: A2PXQD) aus Augsburg, Pionier für Agrophotovoltaik-Lösungen, steigt heute in den Primärmarkt der Börse Düsseldorf auf. Mit dem Upgrade nutzt das Unternehmen die Vorteile des erfolgreichen Marktsegments bei der Kapitalbeschaffung und bietet Anlegern aufgrund von höheren Informationspflichten ein größeres Maß an Transparenz. TubeSolar hat im Februar 2020 seine Heimatbörse in Düsseldorf zunächst im allgemeinen Freiverkehr gefunden. Das Unternehmen hat eine Kapitalerhöhung mit bis zu 1 Mio. neue Aktien auf den Weg gebracht. Dabei erhalten Altaktionäre ein Bezugsrecht im Verhältnis 10 zu 1, wobei ein Großaktionär die Abnahme in voller Höhe garantiert.
„Wir freuen uns sehr über die Notierung im Primärmarkt der Börse Düsseldorf, die es uns ermöglicht, ein breiteres Anlegerpublikum zu erreichen und zusätzliches Kapital zu gewinnen, um unsere Wachstumspläne für die nächsten Jahre umzusetzen“, sagt Reiner Egner, Vorstand der TubeSolar AG. Die TubeSolar AG entwickelt innovative Photovoltaik-Lösungen, die eine kombinierte landwirtschaftliche Nutzung ermöglichen und hat einen Teil der Osram-Leuchtstoffröhrenfertigung in Augsburg sowie Patente des internationalen Leuchtmittelanbieters Ledvance GmbH (ehemals OSRAM) übernommen. TubeSolar plant 2021 die Inbetriebnahme einer Produktionsanlage von 20 MW und möchte in Folge die jährliche Produktionskapazität auf 250 MW ausbauen. Ein Teil der Finanzierung erfolgt durch die aktuelle Kapitalerhöhung. „Über den Primärmarkt möchten wir Anlegern bewusst umfangreiche Informationen zu unseren Unternehmenskennzahlen zur Verfügung stellen und sehen das Marktsegment als Chance, um unser Wachstumspotenzial zu belegen“, so Jürgen Gallina, Vorstand der TubeSolar AG.
„In der Coronakrise stellt sich für Unternehmen verstärkt die Frage der längerfristigen und breiten Finanzierung, um Zukunftsinvestitionen tätigen zu können. Neben Krediten ist Eigenkapital über die Börse nach wie vor ein wichtiger Pfeiler. Wir freuen uns, wenn innovative Unternehmen mit einem großen Wachstumspotenzial wie TubeSolar die Vorteile der Börsennotierung im Primärmarkt für sich erkennen und konsequent nutzen“, erklärt Thomas Dierkes, Geschäftsführer der Börse Düsseldorf.
Bitbond neuer Kapitalmarktpartner der Börse Düsseldorf
26.05.2020 – Die Bitbond GmbH wird neuer Kapitalmarktpartner der Börse Düsseldorf. Das Fintech-Unternehmen aus Berlin entwickelt Blockchain Technologie für Finanzdienstleistungen in den Bereichen Tokenisierung, Verwahrung von tokenisierten Wertpapieren und Kryptowährungen sowie Zahlungsabwicklung. Im Jahr 2019 absolvierte Bitbond Europas erstes Security Token Offering (STO) mit einem von der BaFin gebilligten Wertpapierprospekt. Darüber hinaus agiert Bitbond als Berater und Projektmanager zur Koordination diverser Partner in den Bereichen Legal und Compliance, Marketing und Vertrieb sowie IT.
„Wir freuen uns, mit Bitbond einen Kapitalmarktpartner gewonnen zu haben, der mit einer zukunftsgerichteten Technologie neue digitale Wege geht und damit die Bandbreite unseres Angebots erweitert“, erklärt Thomas Dierkes, Geschäftsführer der Börse Düsseldorf.
Bitbond-Gründer Radoslav Albrecht ergänzt: „Unser Ziel ist es Banken, Intermediären und Emittenten modernste Technologie rund um das Thema Tokenisierung von Assets auf Blockchain Basis bereit zu stellen. Wir unterstützen mit unserer White-Label Technologie sowohl bei der Ausgabe, dem Settlement sowie der Verwahrtechnologie von tokenisierten Wertpapieren und digitalen Assets. Beim Investoren-Onboarding, der Zeichnung oder beim Bookbuilding sind unsere Lösungen ebenfalls einsetzbar. Der Primärmarkt der Börse Düsseldorf überzeugt uns mit seinem offenen Partnerkonzept und ist mit einigen gelisteten Werten mit Blockchain-Bezug für uns als Segment besonders interessant.“
Der Primärmarkt der Börse Düsseldorf ist ein Listing-Segment im Freiverkehr, in dem sowohl Aktien, Anleihen als auch weitere Produkte wie z.B. Genussscheine notieren. Emittenten im Primärmarkt haben sich durch das Regelwerk der Börse dazu verpflichtet, besondere Publizitätsstandards einzuhalten und den Anleger fortlaufend mit allen wichtigen Informationen rund um das Unternehmen zu versorgen.
BÖAG Börsen AG: Börsen Düsseldorf, Hamburg und Hannover auch im dritten gemeinsamen Geschäftsjahr auf Wachstumskurs
> Börse Düsseldorf wächst mit Quotrix
> Börse Hamburg startet mit LS Exchange durch
> Börse Hannover punktet mit GCX
> Fondsbörse Deutschland behauptet Marktführerschaft
30.12.2019 – Zwanzig Jahre seit ihrem Bestehen befindet sich die BÖAG Börsen AG weiterhin auf Wachstumskurs. Die zum Start 1999 aus zwei Börsen bestehende Trägergesellschaft hat sich mittlerweile zu einer Gruppe mit drei Skontroführer-Börsen, zwei elektronischen Handelsplattformen und einer Fondshandelsplattform entwickelt. Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr können die Börsen Düsseldorf, Hamburg und Hannover in einem schwierigen Marktumfeld auf zwölf erfolgreiche Monate zurückblicken.
Insgesamt haben die BÖAG-Handelsplätze einschließlich Quotrix und LS Exchange 2019 ein Handelsvolumen von 31,4 Milliarden Euro erzielt. Damit liegen sie mit plus 11 Prozent nicht nur über dem Niveau des Vorjahres (28,3 Mrd. Euro), sondern konnten sich auch deutlich von einem insgesamt rückläufigen Gesamtmarkt lösen. „2019 konnten zwar die Kursverluste am deutschen Aktienmarkt wieder aufgeholt werden, die Handelsumsätze an den Börsen waren insgesamt jedoch rückläufig. Dabei konnte die BÖAG Börsen AG gegen den Trend ihre Position behaupten, was nicht zuletzt auf die erfolgreiche Entwicklung unserer elektronischen Handelssysteme Quotrix und LS Exchange zurückzuführen ist. Es zeigt sich, dass wir trotz eines herausfordernden Wettbewerbs mit unseren insgesamt fünf börslichen Plattformen gut positioniert sind“, erläutert Dr. Thomas Ledermann, Vorstand der BÖAG Börsen AG.
Börse Düsseldorf wächst mit Quotrix
Das seit 2001 an der Börse Düsseldorf betriebene Market-Maker-System Quotrix hat 2019 neue Marktteilnehmer wie Commerzbank, comdirect oder den neuen Kostenlos-Broker justTRADE hinzugewonnen und das Geschäft mit Währungsanleihen ausgebaut. Der Skontroführerhandel ist in den Asset-Klassen Aktien, Anleihen und Investmentfonds zurückgegangen; lediglich die Exchange Traded Products, inklusive der bei Anlegern beliebten ETFs, konnten mit über 30 Prozent erneut einen deutlichen Umsatzzuwachs vorweisen. Insgesamt ergab sich für die beiden Düsseldorfer Handelsplätze eine Umsatzsteigerung von rund 16 Prozent.
Daneben erfreute sich das Primärlisting-Geschäft weiter steigender Nachfrage. Neu hinzu kamen acht Aktiengesellschaften und 26 Anleihen. Das Qualitätssegment „Primärmarkt“ wuchs durch Upgrades aus dem allgemeinen Freiverkehr sowie über Dual-Listings. „Mit sechs neuen Kapitalmarktpartnern zeigen auch die Emissionsbegleiter ein erhöhtes Interesse an den Listing-Möglichkeiten der Börse Düsseldorf“, freut sich Geschäftsführer Thomas Dierkes.
Unverändert sammeln sich an der Börse Düsseldorf Unternehmen, deren Geschäftsfeld im Themenbereich von Blockchain-Technologie und Kryptowährungen angesiedelt ist. Im Umfeld der in diesem Jahr spürbar zunehmenden Aktivitäten rund um die Tokenisierung von Vermögensgegen-ständen und deren Handel ergeben sich auch für die Börse neue Perspektiven.
Börse Hamburg – LS Exchange startet durch
Das an der Börse Hamburg angesiedelte elektronische Handelssystem LS Exchange konnte 2019 entscheidende Meilensteine erreichen. Neu angeschlossene Handelsteilnehmer wie die Commerzbank, comdirect, S-Broker, BAWAG PSK, easybank, TRADE REPUBLIC und justTRADE sorgten für deutlich höhere Handelsumsätze und Trades in allen Assetklassen. Die LS Exchange erreichte bis Jahresende 2019 ein Umsatzvolumen von 1,6 Mrd. Euro bei überdurchschnittlichen Wachstumsraten in den letzten drei Monaten.
Der maklergestützte Fondshandel der Börse Hamburg konnte 2019 seine Position mit einem Umsatz in Höhe von 560 Mio. Euro ebenfalls gut behaupten. Der rückläufige Handel von in Liquidation befindlichen Offenen Immobilienfonds (OIFs) wurde durch zusätzliche Umsätze in neuen Immobilienfonds, Aktien- und Mischfonds und insbesondere durch ETFs kompensiert. Mit mehr als 3.500 Fonds gehört der Fondshandel Hamburg unverändert zu den führenden Handelsplätzen für Investmentfonds in Deutschland. Anleger haben hier die Möglichkeit, ihre Anteile ohne Ausgabeaufschlag zu Marktpreisen jederzeit kaufen und verkaufen zu können.
Börse Hannover mit Global Challenges Index „nachhaltig“ erfolgreich
Wie bereits in den zurückliegenden Jahren konnte der Global Challenges Index (GCX) der Börse Hannover auch im Jahr 2019 bei Performance und investiertem Volumen deutlich zulegen. Während Indizes wie der DAX oder der MSCI World auf Jahressicht eine Performance von 26 bzw. 29 Prozent erzielten, beendete der GCX das Jahr 2019 mit einem deutlichen Plus von 38 Prozent. Seit seiner Auflage am 3. September 2007 konnte der GCX insgesamt eine Wertsteigerung von 225 Prozent verzeichnen. Zudem konnte das Anlagevolumen in Lizenzprodukte auf den GCX auf rund 650 Millionen Euro (Vorjahr: 500 Mio. Euro) gesteigert werden.
Auch der German Gender Index konnte sich 2019 mit einem Plus von 24 Prozent erfreulich entwickeln. Im Index sind 50 börsennotierte, deutsche Aktien enthalten, die sich durch eine hohe Diversität in der Besetzung von Vorstand und Aufsichtsrat auszeichnen. „Wir sind mit der Entwicklung unserer Indizes sehr zufrieden. Insbesondere der GCX hat bei Performance und investiertem Volumen unsere Erwartungen sogar übertroffen“, erläutert Hendrik Janssen, Vorstand der BÖAG Börsen AG.
Fondsbörse Deutschland – Zweitmarkt und Erstmarkt
Die Fondsbörse Deutschland blieb 2019 unangefochtener Marktführer im Handel mit geschlossenen Fonds. Über die Zweitmarkt-Plattform (www.zweitmarkt.de) der Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG und ihrem Tochterunternehmen Deutsche Zweitmarkt AG wurde mit mehr als 7.300 Vermittlungen ein Nominalumsatz von rund 300 Millionen Euro erzielt. Bei den gehandelten Assetklassen dominierten weiterhin Immobilienfonds mit einem Umsatzanteil von 70 Prozent.
Ende September 2019 wurde die Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG Mehrheitsgesellschafter bei der digitalen Zeichnungsplattform „Capital Pioneers“ für Anlageprodukte aus dem Bereich der alternativen Investmentfonds, Vermögensanlagen und Direktinvestments.
Der Bereich „Erstmarkt“ wurde ebenfalls weiterentwickelt. Der Ausbau eines B2B-Partnerportals wurde in 2019 optimiert und dadurch ein erfreuliches erstes Umsatzergebnis erzielt. Über www.erstmarkt.de können Anleger Alternative Investmentfonds (AIFs) online zeichnen. Die neue Zeichnungsplattform kombiniert neutrale Informationen mit der Option zur direkten Zeichnung – KAGB- und WpHG-konform. Sie bietet alle relevanten Daten zu aktuellen Produkten und deren Anbietern sowie Hintergründe rund um das Thema Sachwertinvestments.
Börse Düsseldorf begrüßt die futurum bank als neuen Kapitalmarktpartner
19.03.2019 – Der Kreis der Kapitalmarktpartner an der Börse Düsseldorf erweitert sich um die futurum bank GmbH aus Frankfurt am Main. Die ehemalige Tremmel Wertpapierhandelsbank hat Ende 2018 durch ein Management-Buyout des Geschäftsleiters Rainer Bergmann und die anschließende Übernahme durch die Bitcoin Group SE eine strategische Neuausrichtung vorgenommen. Als weiterer Geschäftsleiter der Bank fungiert Marco Bodewein, der auch geschäftsführender Direktor der Bitcoin Group SE ist. Herr Bodewein ergänzt das bestehende Serviceportfolio von Sales-Trading in Bonds und Equities, Designated-Sponsoring, Market Making und Electronic Trading der futurum bank um den Bereich Corporate Markets, für den er aus früheren Engagements bei verschiedenen Banken große Expertise mitbringt.
„Die Verbindung aus traditioneller Bankenwelt und innovativen digitalen Themen der Muttergesellschaft der futurum bank steht für eine spannende Entwicklung am Kapitalmarkt“, erklärt Thomas Dierkes, Geschäftsführer der Börse Düsseldorf.
Rainer Bergmann, Geschäftsleiter der futurum bank, ergänzt: „Als mittelständische Investmentbank sind wir spezialisiert auf Transaktionenvolumina im Small und Mid-Cap Bereich. Neben unserer langjährigen Erfahrung mit neuen Märkten und Produkten unterstützen wir unsere Kunden in allen Bereichen der Bond-, Equity- und Debt-Strukturierung sowie -Platzierung und dem Handel und der Betreuung im Sekundärmarkt. Der Primärmarkt der Börse Düsseldorf ist für uns ein interessantes Segment, das wir sowohl für Kunden als auch unsere eigenen Produkte aktiv nutzen möchten.“
Der Primärmarkt der Börse Düsseldorf ist ein Listing-Segment im Freiverkehr, in dem sowohl Aktien, Anleihen als auch weitere Produkte wie z.B. Genussscheine notieren. Emittenten im Primärmarkt haben sich durch das Regelwerk der Börse dazu verpflichtet, besondere Publizitätsstandards einzuhalten und den Anleger fortlaufend mit allen wichtigen Informationen rund um das Unternehmen zu versorgen.
ODDO SEYDLER BANK AG ist neuer Kapitalmarktpartner der Börse Düsseldorf
26.02.2019 – Mit der ODDO SEYDLER BANK AG kann die Börse Düsseldorf für ihr Handelssegment Primärmarkt einen neuen Kapitalmarktpartner begrüßen. Der Finanzdienstleister aus Frankfurt ist Teil der ODDO BHF Gruppe und unterstützt mittelständische Unternehmen bei der Finanzierung über den Kapitalmarkt.
„Wir freuen uns, mit ODDO SEYDLER einen sehr aktiven Player im Kapitalmarkt für kleine und mittlere Unternehmen als Partner gewonnen zu haben“, so Thomas Dierkes, Geschäftsführer der Börse Düsseldorf.
Der Primärmarkt der Börse Düsseldorf ist ein Listingsegment im Freiverkehr, in dem sowohl Aktien, Anleihen als auch weitere Produkte wie z.B. Genussscheine notieren. Emittenten im Primärmarkt haben sich durch das Regelwerk der Börse dazu verpflichtet, besondere Publizitätsstandards einzuhalten und den Anleger fortlaufend mit allen wichtigen Informationen rund um das Unternehmen zu versorgen.
Die ODDO SEYDLER BANK AG ist zudem im Market Making als Designated Sponsor, im Rentenhandel sowie als Aktien- und Renten-Spezialist am Parkett der Frankfurter Wertpapierbörse aktiv.
„America first“ ist Börsen-Unwort des Jahres 2018
- Zum 18. Mal wurde in Düsseldorf das Börsen-Unwort des Jahres gewählt
- Globaler Freihandel wird durch neuen US-Protektionismus herausgefordert
- Folgeplätze für Salami-Crash, Künstliche Intelligenz, Soft Brexit und FOMO
15.01.2019 – Das 18. Börsen-Unwort geht im Wesentlichen auf das Konto des US-Präsidenten Donald Trump: „America first“. Das in diesen zwei Wörtern zusammengefasste Wahlkampfversprechen wird unter seiner Regierungsverantwortung aktiv umgesetzt. Dieser nationale Egoismus stimulierte zwar im zurückliegenden Jahr zeitweise die US-amerikanische Konjunktur, wirbelte aber gleichzeitig die bisherige Weltwirtschaftsordnung gehörig durcheinander. Errungenschaften des Freihandels und der Globalisierung wurden durch eine zunehmende Unsicherheit abgelöst. Ein Zustand, den die konsequent international ausgerichteten Börsen überhaupt nicht mögen.
Etablierte multilaterale Handelsabkommen wurden einseitig aufgekündigt, Strafzölle gegen Europa und Asien eingeführt und Handelskriege als probates Mittel zur Stärkung der nationalen Wirtschaft wiederentdeckt. Mauern bauen und Brücken abreißen. In einer vielfach undiplomatischen und sprunghaften Art erschüttert oder euphorisiert Trump mit seinen vorzugsweise über Twitter verbreiteten Gedanken die Börsenwelt. Von einer Steuerreform zum Jahresanfang profitierten zunächst viele US-amerikanische Unternehmen, wenn auch vielleicht nur als Einmaleffekt. Gleichzeitig wurden in Ungnade gefallene nationale Unternehmen an den Pranger gestellt, Minister und andere Mitarbeiter im Regierungsapparat scheinbar beliebig ausgetauscht und für innenpolitische Themen der Government Shutdown als Druckmittel eingesetzt.
„Viele Schwankungen an den Finanzmärkten fielen 2018 in die Kategorie ‚politische Börsen‘, die gemäß einer populären Wertpapierhändler-Weisheit zwar eigentlich ‚kurze Beine‘ haben, aber in ihrer außergewöhnlichen Häufigkeit trotz solider Wirtschaftsdaten eben doch die Märkte treiben konnten“, erklärt Thomas Dierkes, Geschäftsführer der Börse Düsseldorf. „Diese Unsicherheit ist Anfang des Börsenjahres 2019 immer noch präsent und auch für Probleme wie das Brexit-Verfahren und den Umgang mit der Staatsverschuldung in Italien stehen noch keine Lösung fest.“
Auf den Folgeplätzen der 2018er Unwort-Wahl landeten die Begriffe „Salami-Crash“, „Künstliche Intelligenz“, „Soft Brexit“ und „FOMO (Fear of missing out)“. Das Team der Düsseldorfer Börse ermittelt seit 2001 mit seinen Mitarbeitern, Maklern und Händlern im jährlichen Rückblick ein Börsen-Unwort, in Anlehnung an die 1991 ins Leben gerufene sprachkritische Aktion des Germanisten Prof. Dr. Horst Dieter Schlosser.
Bisherige Börsen-Unwörter:
„Bitcoin Boom“ (2017), „Anlagenotstand“ (2016), „Zinswende“ (2015), „Guthabengebühr“ (2014), „Billiges Geld“ (2013), „Freiwilliger Schuldenschnitt“ (2012), „Euro-Gipfel“ (2011), „Euro-Rettungsschirm“ (2010), „Bad Bank“ (2009), „Leerverkauf“ (2008), „Subprime“ (2007), „Börsen-Guru“ (2006), „Heuschrecken“ (2005), „Seitwärtsbewegung“ (2004), „Bester Preis“ (2003), „Enronitis“ (2002), „Gewinnwarnung“ (2001)
