BÖAG Börsen AG: Börsen Düsseldorf, Hamburg und Hannover schließen erfolgreiches Jahr ab

30.12.2020 – Die BÖAG Börsen AG, Trägergesellschaft der Skontroführerbörsen Düsseldorf, Hamburg und Hannover sowie der elektronischen Handelsplattformen LS Exchange und Quotrix, konnte im Jahr 2020 ein deutliches Wachstum verzeichnen.

Insgesamt haben die BÖAG-Handelsplätze ein Handelsvolumen von 50 Milliarden Euro erzielt und liegen damit 156 Prozent über dem Vorjahresniveau (19,5 Mrd. Euro*). „Die Unsicherheiten auf den Märkten aufgrund der Corona-Auswirkungen und politischer Ereignisse haben im Jahr 2020 zu einem außergewöhnlichen Handelsaufkommen geführt. Wir alle konnten das Auf und Ab der Kurse mit rasanten Tiefständen auf der einen und Allzeithochs auf der anderen Seite beobachten. Der Aufwärtstrend der elektronischen Handelsplätze hat sich fortgesetzt, zudem konnten neue Kapitalmarktpartner hinzugewonnen werden“, erläutert Dr. Thomas Ledermann, Vorstand der BÖAG Börsen AG, die positive Entwicklung. Ferner hat die BÖAG Börsen AG die Mehrheit der Geschäftsanteile an der ICF BANK AG, Wertpapierhandelsbank mit Sitz in Frankfurt am Main, übernommen: „Mit dieser strategischen Partnerschaft haben wir einen wichtigen Schritt für weiteres gemeinsames innovatives Wachstum unternommen“, so Ledermann.

Börse Düsseldorf: Mehr Trades, Umsätze und Notierungen an beiden Handelsplätzen

Seit Jahresbeginn ist die ICF BANK mit der Skontroführung der mehr als 17.000 an der Börse Düsseldorf gelisteten Werte betraut. Speziell im Aktienhandel konnten die Umsätze und die Zahl der Geschäftsabschlüsse mit mehr als 250 Prozent signifikant gesteigert werden. Der starke Trend zu Exchange Traded Funds (ETFs) hält mit einer Umsatzverdoppelung weiter an. Auch die Umsätze im börslichen Investmentfondshandel konnten nochmals spürbar zulegen.
Beim bereits 2001 gestarteten elektronischen Handelssystem Quotrix schlägt sich das Börsenjahr 2020 mit einer mehr als verdoppelten Anzahl abgewickelter Geschäfte und über 50 Prozent Umsatzzuwachs nieder. Wesentlicher Treiber war das Aktiengeschäft der zumeist im Online-Brokerage starken Marktteilnehmer, deren Kreis sich mit dem Anschluss von DAB BNP Paribas und Smartbroker um zwei neue Adressen erweiterte.
Bei den Listings von neuen Aktiengesellschaften siedelten sich elf Unternehmen im allgemeinen Freiverkehr der Börse Düsseldorf an, vier Unternehmen führten von dort ein Upgrade in das Qualitätssegment Primärmarkt durch. Die Liste der Kapitalmarktpartner erweiterte sich um die noch junge Bitbond GmbH und die etablierte Steubing AG. „Wir freuen uns über rege Aktivität und Nachfrage bei unseren Listingangeboten“, erklärt Geschäftsführer Thomas Dierkes und ergänzt: „Das in jeder Hinsicht außergewöhnliche Jahr 2020 beweist eindrucksvoll das Potenzial börsengehandelter Unternehmen und deren Finanzierungsmöglichkeiten über die Börse.“

Börse Hamburg: Starkes Wachstum bei LS Exchange sowie im Aktien- und Fondshandel

Das elektronische Handelssystem LS Exchange der Börse Hamburg konnte 2020 seinen Erfolgskurs vom Vorjahr fortsetzen. Innovative Handelsteilnehmer wie TRADE REPUBLIC und justTRADE profitieren besonders vom neuen Brokerage-Boom, sodass im Vergleich zum Vorjahr Handelsumsätze und Trades bis zum Jahresende 2020 um ein Vielfaches gesteigert werden konnten. Im Fokus des Anlegerinteresses standen hierbei insbesondere Aktien aus dem Bereich Technologie (Amazon, Apple, Ballard Power, Microsoft, Tesla) sowie Unternehmen, die mit Corona Impfstoffen in Zusammenhang stehen (BioNTech, Moderna, CureVac).
Im Skontroführerhandel der Börse Hamburg profitierte vor allem der Aktienhandel von deutlich höheren Handelsumsätzen und Geschäftsabschlüssen. Der Fondshandel der Börse Hamburg hat 2020 mit einem Umsatz in Höhe von 763 Mio. Euro ein Wachstum von 35 Prozent verzeichnet. Die Spitzenpositionen belegten dabei wie in den vergangenen Jahren vor allem Immobilienfonds, ausgewählte Aktienfonds sowie ETFs. Der Fondshandel Hamburg zählt mit mehr als 3.000 Fonds zu den führenden Handelsplätzen für Investmentfonds in Deutschland. Die Handelsplattform bietet Anlegern die Möglichkeit, ihre Investmentfonds ohne Ausgabeaufschlag zu Marktpreisen jederzeit kaufen und verkaufen zu können.
Die Hamburger Wirtschaft ist stark, das zeigt auch der HASPAX. Der Aktienindex der Börse Hamburg und der Hamburger Sparkasse spiegelt die Börsenperformance der größten börsennotierten Aktiengesellschaften der Metropolregion Hamburg wider. Ein Vergleich mit dem DAX zeigt: Mit einem Plus von 8 Prozent hat der HASPAX in 2020 besser abgeschnitten als der deutsche Leitindex DAX (+ 4 Prozent)**. Treiber waren hierbei insbesondere Unternehmen aus den Bereichen Technologie bzw. Erneuerbare Energien.

HASPAX – Top 5 Performance 2020**
ENCAVIS AG+ 124 %
Nordex SE+ 84 %
Jungheinrich AG+ 72 %
Hypoport SE+ 60 %
Basler AG+ 41 %

Börse Hannover: Global Challenges Index erreicht Allzeithoch

An der Börse Hannover war der Handel ebenfalls durch deutlich höhere Aktivitäten gekennzeichnet. So konnten die Transaktionszahlen im Aktienbereich um 150 Prozent gesteigert werden.
Obwohl einzelne Unternehmen des NISAX20 Corona bedingt deutliche Rückschläge hinnehmen mussten, schloss das niedersächsische Börsenbarometer der Börse Hannover das Gesamtjahr 2020 positiv ab. Mit einem Plus von 8 Prozent zeigt sich auch der NISAX20 stärker als der DAX. Neben dem Dauerbrenner Sartorius belegten mit PNE und EnviTec Biogas zwei Unternehmen aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien sowie der Technologiewert LPKF die vorderen Ränge in der diesjährigen Performanceauswertung.

NISAX20 – Top 5 Performance 2020**
PNE AG+ 105 %
LPKF Laser & Electronics AG+ 91 %
EnviTec Biogas AG+ 88 %
Sartorius AG+ 71 %
Symrise AG+ 17 %

Im Bereich Nachhaltigkeit hatte der Global Challenges Index (GCX) bereits im November 2020 die Marke von 3.600 Punkten überschritten und damit ein neues Allzeithoch erreicht. Im Jahr 2020 hat der Nachhaltigkeitsindex der Börse Hannover rund 14 Prozent zugelegt und damit den Kurseinbruch aus dem Corona Crash vom März vollständig aufgeholt.

GCX – Top 5 Performance 2020**
SunPower Corp.+ 187 %
DP Renováveis S.A.+ 121 %
Nordex SE+ 84 %
Advanced Micro Devices Inc.+ 84 %
Orsted A/S+ 83 %

Die erfolgreiche Entwicklung des GCX bestätigte sich auch in einer Bewertung von Stiftung Warentest, bei der zwei Fonds, die in Aktien des GCX investiert sind, jeweils die Bestnote von 5 Punkten in der Kategorie „Nachhaltigkeit“ erhielten***. Seit Auflage im Jahr 2007 kann der GCX einen Wertzuwachs von rund 265 Prozent verzeichnen. „Wir freuen uns sehr über den seit Jahren kontinuierlichen Erfolg des GCX. Mit der starken Performance können wir regelmäßig nachweisen, dass es sich lohnt, in nachhaltige Werte zu investieren. Und die Zahlen sprechen für sich: Das auf den Index investierte Volumen ist 2020 um 46 Prozent auf mehr als 950 Mio. Euro gestiegen“, sagt Hendrik Janssen, Vorstand der BÖAG Börsen AG.
Um im Bereich Nachhaltigkeit einen weiteren Beitrag zu leisten, spendet die BÖAG Börsen AG im Rahmen der jährlichen Baumpflanzaktion „EINHEITSBUDDELN“ 500 Bäume.

Fondsbörse Deutschland bleibt Marktführer – Zweitmarkt und Erstmarkt

Die Fondsbörse Deutschland blieb auch im Corona-Jahr 2020 unangefochtener Marktführer im Handel mit geschlossenen Fonds. Auf einen starken Jahresauftakt folgte ein deutlicher Umsatzeinbruch in den Monaten April und Mai. Seitdem zeichnet sich aber eine kontinuierliche Erholung ab. Die Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG und ihr Tochterunternehmen Deutsche Zweitmarkt AG erwarten einen Gesamtumsatz von 275 bis 280 Mio. Euro, der knapp unterhalb des Vorjahres liegen wird (295 Mio.). Unter den Vorzeichen von Corona ist dies dennoch als sehr gutes Ergebnis zu werten. Die Anzahl der Vermittlungen wird trotz zweier fast „verlorener“ Monate gegenüber dem Vorjahr sogar von 7300 auf über 7600 im Jahr 2020 ansteigen.
Auch im Erstmarkt für Anlageprodukte aus den Bereichen alternative Investmentfonds, Vermögensanlagen und Direktinvestments wurden trotz des schwierigen Umfeldes wichtige Meilensteine erreicht. Die ersten Direktzeichnungen im B2B-Partnerportal www.erstmarkt.de sind erfolgreich abgewickelt, Kooperationsvereinbarungen mit großen Finanzvertrieben sind unterzeichnet, die großen Emissionshäuser sind annähernd vollzählig als Partner an Bord. Die digitale Zeichnungsplattform Capital Pioneers, an der die Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG im Herbst 2019 eine Mehrheitsbeteiligung übernommen hatte, relaunchte zum Jahresende ihre Website www.capitalpioneers.de und startet zu Beginn des kommenden Jahres in den B2B-Vertrieb mit Zielrichtung Makler und freie Finanzvermittler.

* adjustierter Vorjahreswert auf Basis harmonisiertem Reporting
** Stand: 29.12.2020
*** Weitere Informationen zur Bewertung unter Finanztest 7/2020

Upgrade der SynBiotic SE – Europäische Cannabinoid-Plattform neu im Primärmarkt

16.12.2020 – Die SynBiotic SE (ISIN: DE000A2LQ777, WKN: A2LQ77) mit Sitz in München steigt heute in den Primärmarkt der Börse Düsseldorf auf. Die Gesellschaft ist als Plattform auf Unternehmen im Bereich Nahrungsergänzungsmittel, Kosmetik und Arzneimittel mit Spezialisierung auf Cannabinoide fokussiert. Ihr Ziel ist es, als Unternehmensgruppe die gesamte Wertschöpfungskette für Verbraucher zugänglich zu machen. Die Aktien der Gesellschaft notieren seit dem 11. November 2019 im allgemeinen Freiverkehr. Die Gesellschaft vollzieht nach einem Reverse IPO im April nun das Upgrade in das Qualitätssegment der Börse Düsseldorf.

„Die Notierung im Primärmarkt der Börse Düsseldorf ist ein wichtiger Baustein in unserer Wachstumsstrategie. Wir freuen uns sehr über die Chance, uns in diesem Segment zu positionieren und damit neue Anlegergruppen ansprechen zu können“, sagt Lars Müller, CEO der SynBiotic SE. Die hohen Transparenzpflichten für Emittenten im Primärmarkt bieten Anlegern die Möglichkeit, sich umfangreich über Unternehmen zu informieren und damit ein höheres Maß an Sicherheit.

Zur Wachstumsfinanzierung führt SynBiotic derzeit eine Kapitalerhöhung durch und will im Dezember 2020 bis zu 375.000 neue Aktien platzieren. „Mit zusätzlichem Kapital planen wir in den kommenden Monaten die Übernahme weiterer Unternehmen mit dem Ziel, unser Portfolio erweitern zu können. Des Weiteren möchten wir in die Grundlagenforschung, die synthetische Produktion von Cannabinoiden sowie in die Entwicklung und Zulassung innovativer Arzneimittel und rezeptfreier Wellness-Produkte investieren, die keinerlei berauschende Bestandteile enthalten“, ergänzt Müller.

„Mit SynBiotic gewinnen wir ein weiteres innovatives Unternehmen, das den Primärmarkt als Plattform zur Wachstumsfinanzierung erkennt und das sich bietende Potenzial nutzt. Wir freuen uns sehr auf das junge aufstrebende Unternehmen und wünschen ihm viel Erfolg bei der Erreichung seiner Ziele“, sagt Thomas Dierkes, Geschäftsführer der Börse Düsseldorf.

Über die SynBiotic SE
Die SynBiotic SE ist ein börsennotiertes Plattform-Unternehmen mit einem auf die EU fokussierten Buy & Build Investmentansatz. Im Fokus stehen die alternative Produktion von funktionell überlegenen Cannabinoiden sowie die Entwicklung von Wellness- & pharmazeutischen Produktformulierungen für den Endkunden unter eigenen Marken. Außerdem steht das Unternehmen für die synthetische Produktion von Cannabinoiden, die Entwicklung von Arznei- und Nahrungsergänzungsmittel sowie von Kosmetikprodukten.

TubeSolar AG mit Upgrade in den Primärmarkt

07.12.2020 – Die TubeSolar AG (ISIN: DE000A2PXQD4, WKN: A2PXQD) aus Augsburg, Pionier für Agrophotovoltaik-Lösungen, steigt heute in den Primärmarkt der Börse Düsseldorf auf. Mit dem Upgrade nutzt das Unternehmen die Vorteile des erfolgreichen Marktsegments bei der Kapitalbeschaffung und bietet Anlegern aufgrund von höheren Informationspflichten ein größeres Maß an Transparenz. TubeSolar hat im Februar 2020 seine Heimatbörse in Düsseldorf zunächst im allgemeinen Freiverkehr gefunden. Das Unternehmen hat eine Kapitalerhöhung mit bis zu 1 Mio. neue Aktien auf den Weg gebracht. Dabei erhalten Altaktionäre ein Bezugsrecht im Verhältnis 10 zu 1, wobei ein Großaktionär die Abnahme in voller Höhe garantiert.

„Wir freuen uns sehr über die Notierung im Primärmarkt der Börse Düsseldorf, die es uns ermöglicht, ein breiteres Anlegerpublikum zu erreichen und zusätzliches Kapital zu gewinnen, um unsere Wachstumspläne für die nächsten Jahre umzusetzen“, sagt Reiner Egner, Vorstand der TubeSolar AG. Die TubeSolar AG entwickelt innovative Photovoltaik-Lösungen, die eine kombinierte landwirtschaftliche Nutzung ermöglichen und hat einen Teil der Osram-Leuchtstoffröhrenfertigung in Augsburg sowie Patente des internationalen Leuchtmittelanbieters Ledvance GmbH (ehemals OSRAM) übernommen. TubeSolar plant 2021 die Inbetriebnahme einer Produktionsanlage von 20 MW und möchte in Folge die jährliche Produktionskapazität auf 250 MW ausbauen. Ein Teil der Finanzierung erfolgt durch die aktuelle Kapitalerhöhung. „Über den Primärmarkt möchten wir Anlegern bewusst umfangreiche Informationen zu unseren Unternehmenskennzahlen zur Verfügung stellen und sehen das Marktsegment als Chance, um unser Wachstumspotenzial zu belegen“, so Jürgen Gallina, Vorstand der TubeSolar AG.

„In der Coronakrise stellt sich für Unternehmen verstärkt die Frage der längerfristigen und breiten Finanzierung, um Zukunftsinvestitionen tätigen zu können. Neben Krediten ist Eigenkapital über die Börse nach wie vor ein wichtiger Pfeiler. Wir freuen uns, wenn innovative Unternehmen mit einem großen Wachstumspotenzial wie TubeSolar die Vorteile der Börsennotierung im Primärmarkt für sich erkennen und konsequent nutzen“, erklärt Thomas Dierkes, Geschäftsführer der Börse Düsseldorf.

Kunden der DAB BNP Paribas können jetzt auf Quotrix handeln

10.07.2020 – Die DAB BNP Paribas ist neuer Handelsteilnehmer auf Quotrix, dem elektronischen Handelssystem der Börse Düsseldorf. Als Infrastrukturbank bringt die DAB BNP Paribas im Wertpapiergeschäft aktive Vermögensverwalter und Banken mit, wie den erst vor einem halben Jahr gestarteten Smartbroker.

Neben einem breiten Spektrum von mehr als 16.000 Wertpapieren bietet Quotrix den schnellen Direkthandel zwischen Market Maker und Anleger – ohne Maklercourtage und Börsenentgelt – unter der Handelsüberwachung der Börse Düsseldorf. Anleger profitieren somit von Kostenvorteilen und der Sicherheit und Qualität einer regulierten Wertpapierbörse.

Großes Angebot mit langen Handelszeiten
Das 2001 an der Börse Düsseldorf gestartete Handelssystem Quotrix zählte 2019 nach Umsatzvolumen zu den Top 5 Börsenplätzen in Deutschland und belegte im Handel mit DAX-Werten Rang 4. Zum umfassenden Wertpapierspektrum zählen alle Aktien der weltweit wichtigsten Indizes, zahlreiche weitere nationale und internationale Titel sowie Anleihen, Fonds und ETPs. Weitere Vorzüge des elektronischen Handelssystems sind die hohe Preisqualität und Liquidität sowie lange Handelszeiten von 8 bis 22 Uhr, was Anleger besonders flexibel macht.

Starke Partner für institutionelle und private Anleger
Die DAB BNP Paribas gehört mit einem Anlagevolumen von rund 40 Milliarden Euro (2019) zu den führenden Banken im B2B-Geschäft mit unabhängigen Vermögensverwaltern, Fondsvermittlern, Anlageberatern und institutionellen Kunden. Darüber hinaus engagiert sie sich im Ausbau digitaler Angebote mit White-Label-Lösungen und ist exklusiver Banking-Partner des Smartbrokers, der zu der neuen Generation wachstumsstarker Online-Broker zählt. Diese ermöglichen Privatanlegern durch einfache Anwendungen und besonders günstige Gebühren den leichten Zugang zum Wertpapiergeschäft inklusive Sparplanmöglichkeiten.

„Mit Quotrix fehlte uns bislang einer der beliebtesten und kostengünstigsten Handelsplätze in Deutschland. Mit der Anbindung erreichen wir im Wertpapiergeschäft einen großen Mehrwert für unsere Kunden“, erklärt Robert Fuchsgruber verantwortlich als Chief Business Officer der DAB BNP Paribas.

„Quotrix gewinnt mit der DAB BNP Paribas einerseits eine renommierte Bank für institutionelle Partner, mit dem Smartbroker andererseits einen erfolgreichen aufstrebenden Online-Broker, der mit seinem preiswerten und zugleich umfassenden Angebot besonders für Privatanleger interessant ist. Wir freuen uns, über diesen Marktteilnehmer so ein breites Kundenspektrum ansprechen zu können“, sagt Thomas Dierkes, Geschäftsführer der Börse Düsseldorf.

Bitbond neuer Kapitalmarktpartner der Börse Düsseldorf

26.05.2020 – Die Bitbond GmbH wird neuer Kapitalmarktpartner der Börse Düsseldorf. Das Fintech-Unternehmen aus Berlin entwickelt Blockchain Technologie für Finanzdienstleistungen in den Bereichen Tokenisierung, Verwahrung von tokenisierten Wertpapieren und Kryptowährungen sowie Zahlungsabwicklung. Im Jahr 2019 absolvierte Bitbond Europas erstes Security Token Offering (STO) mit einem von der BaFin gebilligten Wertpapierprospekt. Darüber hinaus agiert Bitbond als Berater und Projektmanager zur Koordination diverser Partner in den Bereichen Legal und Compliance, Marketing und Vertrieb sowie IT.

„Wir freuen uns, mit Bitbond einen Kapitalmarktpartner gewonnen zu haben, der mit einer zukunftsgerichteten Technologie neue digitale Wege geht und damit die Bandbreite unseres Angebots erweitert“, erklärt Thomas Dierkes, Geschäftsführer der Börse Düsseldorf.

Bitbond-Gründer Radoslav Albrecht ergänzt: „Unser Ziel ist es Banken, Intermediären und Emittenten modernste Technologie rund um das Thema Tokenisierung von Assets auf Blockchain Basis bereit zu stellen. Wir unterstützen mit unserer White-Label Technologie sowohl bei der Ausgabe, dem Settlement sowie der Verwahrtechnologie von tokenisierten Wertpapieren und digitalen Assets. Beim Investoren-Onboarding, der Zeichnung oder beim Bookbuilding sind unsere Lösungen ebenfalls einsetzbar. Der Primärmarkt der Börse Düsseldorf überzeugt uns mit seinem offenen Partnerkonzept und ist mit einigen gelisteten Werten mit Blockchain-Bezug für uns als Segment besonders interessant.“

Der Primärmarkt der Börse Düsseldorf ist ein Listing-Segment im Freiverkehr, in dem sowohl Aktien, Anleihen als auch weitere Produkte wie z.B. Genussscheine notieren. Emittenten im Primärmarkt haben sich durch das Regelwerk der Börse dazu verpflichtet, besondere Publizitätsstandards einzuhalten und den Anleger fortlaufend mit allen wichtigen Informationen rund um das Unternehmen zu versorgen.

BÖAG Börsen AG übernimmt Aktienmehrheit an der ICF BANK AG

29.04.2020 – Die BÖAG Börsen AG, Trägergesellschaft der Börsen in Düsseldorf, Hamburg und Hannover, übernimmt von den Gründern des Unternehmens die Mehrheit der Geschäftsanteile an der ICF BANK AG, einer Wertpapierhandelsbank mit Sitz in Frankfurt, und sichert sich eine Option auf weitere Anteile. Die ICF BANK AG gehört mit ihren IT-Tochterunternehmen ICF SYSTEMS AG und Novis Software GmbH zu den führenden Dienstleistern und Lösungsanbietern rund um den Wertpapierhandel in Deutschland. Mit der Mehrheitsübernahme stärkt die BÖAG Börsen AG ihre Position im Rahmen der strategischen Partnerschaft mit der ICF und stellt die Weichen für weiteres gemeinsames innovatives Wachstum.

Langjährig gemeinsam erfolgreich

Die BÖAG Börsen AG und die ICF BANK AG verbindet bereits seit Jahren eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Seit 2017 fungiert die ICF BANK AG als Market Maker bei Quotrix, dem elektronischen Handelssystem der Börse Düsseldorf. Seit Anfang dieses Jahres betreut sie zusätzlich als Skontroführer den Handel in Aktien, Anleihen, Investmentfonds sowie ETPs an der Börse Düsseldorf. Im Übrigen ist die ICF BANK AG bereits seit vielen Jahren als Spezialist an der Frankfurter Wertpapierbörse, im XETRA-Handel sowie im Qualitätssegment „Börse Frankfurt Zertifikate“ tätig. Die erfolgreiche Positionierung in den Geschäftsfeldern „Capital Markets“ und „Brokerage Services“ runden ihr Leistungsspektrum ab und eröffnen zusätzliche Wachstums- und Ertragsquellen neben dem originären Wertpapierhandel.

Gemeinsam wachsen

„Die ICF-Gruppe ist eine ideale Ergänzung zu unserer bisherigen, strategischen Ausrichtung und sollte in vielen Bereichen für weitere Impulse sorgen“, sagt Dr. Thomas Ledermann, Vorstand der BÖAG Börsen AG. „Wir freuen uns auf eine partnerschaftliche, innovative Zusammenarbeit, von der beide Unternehmen profitieren werden“, ergänzt Hendrik Janssen, Vorstand der BÖAG Börsen AG.

„Für die Gründer des Unternehmens war es wichtig, für die ICF-Gruppe einen neuen Anteilseigner zu gewinnen, der als strategischer Investor die Wachstumspotenziale aller Unternehmensbereiche aktiv begleitet, um gemeinsam die Chancen im Markt zu nutzen. Wir sind sehr zuversichtlich, dass dies mit der BÖAG Börsen AG gelingt“, erläutert Rainer Roubal, Aufsichtsratsvorsitzender der ICF BANK AG.

Vorbehaltlich eines positiven Votums durch Gremien und Aufsichtsbehörden soll die Mehrheitsübernahme schnellstmöglich vollzogen werden.

Weitere Informationen zur ICF Gruppe unter www.icfbank.de

„Finanztransaktionssteuer“ ist Börsen-Unwort des Jahres 2019

  • Jährliche Umfrage unter Maklern, Händlern und Mitarbeitern der Börse
  • Begründung: Etikettenschwindel für Strafabgabe auf Aktiengeschäfte
  • Mit Abstand folgten: Handelskrieg, TINA, Grünes Gold, Tenbagger

14.01.2020 – Düsseldorf – Bei der inzwischen 19. Wahl zum Börsen-Unwort des Jahres gab es an der Börse Düsseldorf einen klaren Sieger: Finanztransaktionssteuer. In dem Begriff sehen die Börsen-Makler, Wertpapier-Händler und Handelsplatz-Mitarbeiter einen klassischen Etikettenschwindel. Bei dem vom Bundesfinanzminister im letzten Jahr forcierten Projekt zur Einführung einer Finanztransaktionssteuer handelt es sich bei näherer Betrachtung vielmehr um eine Strafabgabe auf Aktiengeschäfte in europäischen Blue-Chip-Werten. Denn anders als das Wort es vermuten lässt, sollen nach den aktuellen Planungen lediglich die Käufe und Verkäufe börsennotierter Aktien von grundsätzlich soliden Großunternehmen besteuert werden. Betroffen wären 145 deutsche bzw. 500 europäische Konzerne mit Marktkapitalisierung von über 1 Mrd. Euro. Die als besonders spekulativ geltenden Derivateprodukte, Glücksspiel-ähnliche CFDs, windige Pennystock-Aktien oder der algorithmische Hochfrequenzhandel blieben dabei unberücksichtigt. Die ab 2021 jährlich geschätzten 1,5 Mrd. Euro auf Deutschland entfallenden Einnahmen sollen nach Regierungsplänen im Wesentlichen zur Finanzierung der neuen Grundrente verwendet werden. Alle Oppositionsparteien sowie Finanzindustrie und Anlegerschützer argumentieren bemerkenswert geschlossen gegen diese Umsetzung der Abgabe.

„Die ursprüngliche Intention einer solchen Steuer zur Krisenprävention und Stabilisierung des Finanzsystems ist völlig aus den Augen verloren worden“, beklagt der Düsseldorfer Börsen-Geschäftsführer Thomas Dierkes. „Professionelle Marktteilnehmer haben Möglichkeiten, die Abgabe relativ einfach zu umgehen. Jedoch dürften Privatanleger, die einen langfristigen Vermögensaufbau über konservative Aktien, Fonds oder ETFs, voll betroffen sein. Es droht, gerade in der weiter anhaltenden Null-Zins-Phase, ein Rückschlag bei der ohnehin nur schwach ausgeprägten deutschen Aktienkultur und damit auch für den wichtigen Baustein der privaten Vorsorge als Maßnahme gegen Altersarmut.“

Die von vielen Seiten vorgetragene und sachlich fundierte Kritik findet bei den Verantwortlichen scheinbar wenig Beachtung. Es wird auf die Durchsetzbarkeit einer gemeinsamen Finanztransaktionssteuer mit den EU-Partnerländern eben nur auf dem geplanten Niveau als kleinster möglicher Kompromiss verwiesen. Die Online-Petition „Stoppt den Steuerirrsinn“ der Deutschen Schutzgemeinschaft für Wertpapierbesitz e.V. ist die größte ihrer Art und sammelte seit Anfang September knapp 30.000 Unterstützer. Bisher wohl zu wenig, um den Druck auf die Politik spürbar zu erhöhen.

Mit deutlichem Abstand belegten bei der 2019er Unwort-Wahl die Begriffe „Handelskrieg“, „TINA“ (There Is No Alternative), „Grünes Gold“ (Cannabis-Aktien) sowie „Tenbagger“ (Verzehnfacher) die Folgeplätze. Das Team der Düsseldorfer Börse ermittelt seit 2001 im jährlichen Rückblick das Börsen-Unwort. Die Wahl erfolgt in Anlehnung an die 1991 ins Leben gerufene sprachkritische Aktion des Germanisten Prof. Dr. Horst Dieter Schlosser.

Bisherige Börsen-Unwörter:
„America First“ (2018), „Bitcoin Boom“ (2017), „Anlagenotstand“ (2016), „Zinswende“ (2015), „Guthabengebühr“ (2014), „Billiges Geld“ (2013), „Freiwilliger Schuldenschnitt“ (2012), „Euro-Gipfel“ (2011), „Euro-Rettungsschirm“ (2010), „Bad Bank“ (2009), „Leerverkauf“ (2008), „Subprime“ (2007), „Börsen-Guru“ (2006), „Heuschrecken“ (2005), „Seitwärtsbewegung“ (2004), „Bester Preis“ (2003), „Enronitis“ (2002), „Gewinnwarnung“ (2001)