BÖAG Börsen AG: Börsen Düsseldorf, Hamburg und Hannover im zweiten gemeinsamen Geschäftsjahr weiter erfolgreich

28.12.2018 – Düsseldorf/Hamburg/Hannover

• Börse Düsseldorf maximiert Handelsangebot
• Börse Hamburg behauptet Marktposition
• Börse Hannover weiter erfolgreich mit Indizes
• Elektronische Handelssysteme gut positioniert
• Fondsbörse Deutschland bleibt Marktführer

Das Börsenjahr 2018 war im Verlauf durch eine Vielzahl kursbewegender Ereignisse geprägt und geht auch turbulent zu Ende. Zu den wichtigsten Einflussfaktoren auf das Börsengeschehen zählte unzweifelhaft der amerikanische Präsident Donald Trump und sein in diesem Jahr entfachter Streit um Handelszölle gegen den Rest der Welt. Aber auch das Megathema Brexit und Italiens Umgang mit der EU und seinen Europartnern ließen die Märkte nicht kalt. Unter dem Strich blieb für den deutschen und den europäischen Aktienmarkt ein Minus im zweistelligen Prozentbereich, der US-Aktienmarkt liegt im Vergleich zum Jahresanfang nur wenige Prozent im Minus. In diesem schwierigen Marktumfeld konnten sich die Börsen Düsseldorf, Hamburg und Hannover, die auf das zweite gemeinsame Geschäftsjahr unter der Trägergesellschaft BÖAG Börsen AG zurückblicken, mit ihren verschiedenen Produkten und Leistungen respektable Ergebnisse erzielen. Die drei Skontroführer-Handelsplätze haben 2018 ein Handelsvolumen von 9,7 Milliarden Euro erreicht und liegen damit leicht unter dem Niveau vom Vorjahr (10,2 Mrd. Euro). „Angesichts der turbulenten Marktentwicklung im laufenden Jahr sind wir zufrieden mit unserem Kerngeschäft, dem Handel in Aktien, Anleihen, Investmentfonds und ETFs. Es zeigt sich, dass wir trotz eines herausfordernden Wettbewerbs mit unseren insgesamt fünf börslichen Plattformen gut positioniert sind“, erläutert Dr. Thomas Ledermann, Vorstand der BÖAG Börsen AG. Neben den Börsen Düsseldorf, Hamburg und Hannover erweitern die elektronischen Handelssysteme LS Exchange und Quotrix sowie die Fondsbörse Deutschland das Marktplatzspektrum der BÖAG Börsen AG.

Börse Düsseldorf maximiert Handelsangebot
Nach dem Courtageverzicht bei Aktien- und Anleihen im Vorjahr wurde nun auch der Handel mit Fonds und ETPs forciert, was die Marktposition weiter stärkte. Das Order- und Umsatzwachstum in diesem Segment hat sich 2018 verdoppelt. „Insbesondere bei den ETFs spüren wir deutlich mehr Nachfrage, weshalb wir die Auswahl der Indexfonds stark erweitert haben“, erklärt Thomas Dierkes, Geschäftsführer der Börse Düsseldorf. Bei den Börsenlistings konnten verschiedene Gesellschaften für eine Erstnotierung in Düsseldorf gewonnen werden. Thematisch waren Unternehmen im Umfeld Blockchain-Anwendungen häufiger vertreten, sodass sich ein interessantes Cluster rund um diese neuen Technologien gebildet hat.

Börse Hamburg – Offene Immobilienfonds weiter im Fokus der Anleger
Auch im Jahr 2018 stand der Fondshandel der Börse Hamburg ganz im Zeichen der Offenen Immobilienfonds (OIFs), wobei der Anteil der in Liquidation befindlichen OIFs, für die die Anteilsrücknahme seitens der Kapitalverwaltungsgesellschaft ausgesetzt wurde, zunehmend durch aktive, teilweise auch neue Immobilienfonds ersetzt wird. Vermehrt sind auch aktive Aktienfonds und ETFs unter den Top 10 nach Umsatz zu finden. Mit annähernd 4.000 Fonds gehört der Fondshandel Hamburg unverändert zu den führenden Handelsplätzen für Investmentfonds in Deutschland. Anleger haben hier die Möglichkeit, ihre Anteile ohne Ausgabeaufschlag zu Marktpreisen jederzeit kaufen und verkaufen zu können.

Börse Hannover – Indizes entwickeln sich erfreulich
Der Global Challenges Index (GCX) konnte erneut eine positive Performance ablegen. Während Vergleichsindizes wie der DAX oder der MSCI World auf Jahressicht nachgaben, beendet der GCX das Jahr 2018 sogar mit einem leichten Plus von 1 Prozent. Seit seiner Auflage am 3. September 2007 konnte der GCX insgesamt eine Wertsteigerung von 133 Prozent verzeichnen. Zudem konnte das Anlagevolumen in Lizenzprodukte auf den GCX auf rund 500 Millionen Euro (Vorjahr: 397 Millionen Euro) gesteigert werden.
Auch der German Gender Index konnte sich 2018 erfreulich entwickeln. Der Ampega GenderPlus Aktienfonds (WKN: A12BRD), der in Unternehmen des German Gender Index investiert, konnte das Anlagevolumen im letzten Jahr deutlich von 5 auf 43 Millionen Euro steigern. „Wir sind mit der Entwicklung unserer Indizes sehr zufrieden. Insbesondere der GCX hat bei der Performance und dem investierten Volumen die Erwartungen voll erfüllt“, erläutert Hendrik Janssen, Vorstand der BÖAG Börsen AG.

Elektronische Handelssysteme gut positioniert
Im abgelaufenen Jahr 2018 konnten auf den beiden elektronischen Handelssystemen Quotrix und LS Exchange die Umsätze als auch die Anzahl der gelisteten Wertpapiere weiter gesteigert werden. Im Jahr 2016 startete die Börse Hamburg in Kooperation mit dem Market Maker Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG die LS Exchange, an der zurzeit rund 7.500 Wertpapiere gehandelt werden. Das seit 2001 an der Börse Düsseldorf angesiedelte elektronische Handelssystem Quotrix wird mit dem Market Maker ICF BANK AG betrieben und konnte 2018 ein Umsatzvolumen von 18,3 Milliarden Euro erzielen. In diesem Jahr konnten als neue Marktteilnehmer für beide Handelssysteme die Fintech Group Bank mit ihren Brokerage-Anbietern flatex und ViTrade gewonnen werden.

Fondsbörse Deutschland – Zweitmarkt und Erstmarkt
Die Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG (www.zweitmarkt.de) blieb auch 2018 unangefochten Marktführer im Handel mit geschlossenen Fonds. Über die Zweitmarkt-Plattform der Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG und ihrem Tochterunternehmen Deutsche Zweitmarkt AG wurde durch mehr als 7.000 Vermittlungen ein Nominalumsatz von rund 300 Millionen Euro erzielt. Bei den gehandelten Assetklassen dominierten weiterhin Immobilienfonds den Umsatz. Seit Jahresanfang 2018 ist die Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler Mitglied im Forum VuV e.V. und wird auch zukünftig die Zusammenarbeit mit Vermögensverwaltern und Family Offices ausbauen. Der Bereich „Erstmarkt“ wurde ebenfalls weiterentwickelt. Auf einer neuen Veranstaltungsreihe in fünf deutschen Städten wurde das Portal erstmarkt.de einem Fachpublikum vorgestellt. Der Ausbau eines B2B-Partnerportals wurde in 2018 weiter optimiert. Über www.erstmarkt.de können Anleger Alternative Investmentfonds (AIFs) online zeichnen. Die neue Zeichnungsplattform kombiniert neutrale Informationen mit der Option zur direkten Zeichnung – KAGB- und WpHG-konform. Sie bietet alle relevanten Daten zu aktuellen Produkten und deren Anbietern sowie Hintergründe rund um das Thema Sachwertinvestments.

Über die BÖAG Börsen AG
Die BÖAG Börsen AG ist Trägerin der maklergestützten Börsen in Düsseldorf, Hamburg und Hannover sowie der elektronischen Handelsplattformen Quotrix und LS Exchange. Zusammen zählen die drei Börsenplätze einschließlich ihrer Handelsplattformen mehr als 50.000 Listings von Wertpapieren, darunter Aktien, offene Fonds/ETFs, Anleihen, Genussscheine sowie Zertifikate/ETCs. Zu den Handelsteilnehmern zählen eine große Zahl inländischer Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsunternehmen. Anleger handeln an den Börsen Hamburg und Hannover die wichtigsten deutschen und alle ausländischen Aktien bis zu bestimmten Volumina courtagefrei. An der Börse Düsseldorf werden alle Aktien und Anleihen im Maklerhandel ohne Courtage gehandelt.

Weiter betreibt die BÖAG Börsen AG unter der Bezeichnung „Fondsbörse Deutschland“ einen Initiatoren-unabhängigen Marktplatz für geschlossene Fonds und mit der „Schuldscheinbörse Deutschland“ eine bankenunabhängige, handelsüberwachte Vermittlungsplattform für Schuldscheine im Sekundärmarkt. Mit dem Global Challenges und dem German Gender Index ist sie zudem im Bereich der nachhaltigen und alternativen Geldanlage aktiv. Weitere Informationen finden Sie unter www.boersenag.de

Die BÖAG Börsen AG, die Börse Düsseldorf, die Börse Hamburg, die Börse Hannover, Quotrix und die LS Exchange erteilen keine Anlageempfehlungen und veröffentlichen ausschließlich produktbezogene oder allgemeine Informationen. Historische Wertentwicklungen sind keine geeignete Indikation für künftige Renditen.

Dirk Elberskirch verabschiedet sich nach 25 Jahren bei der Börse Düsseldorf

12.12.2018 – In der Sitzung des Börsenrates am 11. Dezember 2018 hat Dirk Elberskirch mit dem erfolgreichen Abschluss der Übergangsphase des Trägerwechsels sein Amt als Vorsitzender der Geschäftsführung plangemäß zum Jahreswechsel niedergelegt. Er war seit 1993 bei der Börse Düsseldorf tätig und hat seit 1994 in der Geschäftsführung und seit 2008 als deren Vorsitzender die Geschicke der Börse geprägt.

Das Börsenpräsidium und der Börsenrat dankten Dirk Elberskirch herzlich für die sehr erfolgreiche langjährige Tätigkeit, die hervorragende Zusammenarbeit und seinen großen Einsatz für die Börse. Er hat maßgeblich die zahlreichen herausfordernden Umbrüche mitgestaltet und dafür gesorgt, dass die Börse Düsseldorf unverändert erfolgreich im Konzert der deutschen Handelsplätze mitspielt.
Dazu wirkte er in den verschiedensten Gremien, in Beteiligungs- und Tochtergesellschaften, in externen Beiräten, als Aufsichtsrat und Gesellschaftervertreter an herausgehobener Stelle. Zuletzt sorgte er durch die gelungene Überführung der Trägerschaft auf die BÖAG Börsen AG für die besten Voraussetzungen für das weitere erfolgreiche Bestehen der Börse Düsseldorf.
Die gewonnene Zeit nach dem Abschluss noch laufender Abwicklungsaufgaben bei der ehemaligen Trägergesellschaft der Börse Düsseldorf will Dirk Elberskirch nutzen, um seine umfangreichen Erfahrungen und Kontakte für interessante Mandate in der Beratung und für junge Unternehmen zur Verfügung zu stellen. Dafür wünscht ihm die Börse allen erdenklichen Erfolg und persönlich alles Gute.

Geschäftsführer der Börse Düsseldorf bleiben unverändert Thomas Dierkes, Dr. Thomas Ledermann und Hendrik Janssen.

Dirk Elberskirch

Neue Tagesseminare vermitteln Börsenwissen im September

  • Umfassendes Profi-Know-how in drei Modulen – samstags in der Börse Düsseldorf
  • Sa, 01.09.: Das große 1×1 der Börse in Theorie & Praxis – mit André Stagge
  • Sa, 15.09.: Fundamentale Analyse Aktien – mit Sven Weisenhaus
  • Sa, 29.09.: Einführung Technische Analyse – mit Christoph Geyer

22.08.2018 – Fünf von sechs Deutschen haben kein Geld in Aktien oder Fonds investiert und jeder zweite gibt zu, dass er nichts von den Kapitalmärkten versteht. Woher soll die Finanzbildung auch kommen, wenn es in der Schule kein Thema ist und man kostenlose Bankberatung über hohe Provisionen bezahlt? Wer als Selbstentscheider den Vermögensaufbau in die eigenen Hände nimmt, benötigt Wissen und Erfahrung, um nachhaltig erfolgreich zu sein. Interessierte Privatanleger können an drei Samstagen im September ihr Börsen-Know-how erstmals durch Tagesseminare der Börse Düsseldorf optimieren. In den Modulen Grundlagen, Fundamentalanalyse und Charttechnik werden alle wesentlichen Bereiche abgedeckt.

„Das große 1×1 der Börse in Theorie & Praxis“ am 01.09.2018 umfasst wichtiges Basiswissen rund um Börse, Wertpapiere und Handel. Portfoliomanager André Stagge führt die Teilnehmer souverän durch die Fachbegriffe, Mechanismen und Strategien, sodass sie im Anschluss selbstsicher über die Börse eigene Käufe und Verkäufe tätigen können. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Wer schon über erste Erfahrungen verfügt und nach interessanten Einzelwerten für langfristige Investments sucht, lernt am 15.09.2018 bei „Fundamentale Analyse Aktien“ das nötige Handwerkszeug. Börsenanalyst Sven Weisenhaus erklärt, auf welche Finanzkennzahlen es ankommt, wie man diese ermittelt und was das für die Bewertung eines Unternehmens bedeutet.

Bei der „Einführung Technische Analyse“ am 29.09.2018 vermittelt Wertpapierstratege Christoph Geyer, wie man mit Hilfe der Charttechnik aus dem Kursverlauf wichtige Handelssignale erkennt und interpretiert. Dabei werden an praktischen Beispielen Trend- und Widerstandslinien sowie Formationen und Indikatoren analysiert, um daraus konkrete Handelsstrategien abzuleiten.

Die Tagesseminare finden jeweils von 10 bis 16 Uhr in der Börse Düsseldorf statt. Jedes Thema wird von einem erfahrenen Finanzmarkt-Profi durchgeführt, der praxisnahes Wissen vermittelt. Einzeltickets gibt es ab 65 Euro. Alle drei Termine zusammen sind als Kompaktausbildung „Börsen Bachelor 2018“ zum Vorteilspreis ab 170 Euro buchbar. Getränke, Schulungsunterlagen und ein Teilnehmerzertifikat sind inklusive.

„Mit kompakter Wissensvermittlung als Tagesseminar und den Samstag-Terminen möchten wir insbesondere Berufstätigen entgegen kommen und über das neue Format einen intensiven Austausch mit den Referenten sowie unter den Teilnehmern ermöglichen“, erklärt Thomas Dierkes, Geschäftsführer der Börse Düsseldorf. „Eine kleine Investition in die eigene Ausbildung macht sich schnell bezahlt, wenn man zukünftig den einen oder anderen Tipp in der Praxis anwenden kann und so gängige Fehler vermeidet und unnötige Kosten spart.“

Finanzwissen aus erster Hand: Düsseldorfer Börsentag am 9. Juni 2018

  • Zum 14. Mal lädt die Börse Düsseldorf zum Tag der offenen Tür – Eintritt frei
  • Immer mehr Deutsche wollen Geld an der Börse anlegen, aber das Wissen fehlt
  • Privatanleger informieren sich kostenfrei in Fachvorträgen und an Infoständen
  • Geldanlage- und Börsen-Know-how für Einsteiger und Fortgeschrittene
  • Trend-Themen Blockchain, Kryptowährungen und Young Finance im Programm

04.06.2018 – Immer mehr Deutsche besitzen Aktien. Etwa jeder sechste hat direkt oder indirekt Geld an der Börse investiert. Erstmals seit zehn Jahren besitzen hierzulande wieder mehr als 10 Mio. Menschen Aktien bzw. Anteile an Aktienfonds. An der intensiven Beratung durch Banken und Sparkassen wird das kaum liegen: Die Institute klagen über seit Jahresbeginn nochmals verschärfte Regulierungs-vorgaben und verabschieden sich zunehmend aus der individuellen Anlageberatung. Vielmehr sind es die Sparer selbst, die in den anhaltenden Nullzins-Zeiten auf dem Sparbuch ihre Geldanlage zunehmend in Eigenregie übernehmen. In einer Umfrage geben 40 Prozent der Deutschen an, dass sie ihr Geld an der Börse anlegen würden, ihnen aber das Wissen dazu fehlt. Gleichzeitig gaben 43 Prozent an, dass gute Geldanlage nur möglich sind, wenn man über ein großes Vermögen verfügt.

Wie man an der Börse bereits mit kleinen Beträgen langfristig investiert, welche Risiken es beim Handeln gibt und was beim Vermögensaufbau zu beachten ist, erfahren Interessierte am Samstag, 9. Juni 2018, in der Börse Düsseldorf am Ernst-Schneider-Platz. Von 10 bis 17 Uhr sind private Anleger und Sparer eingeladen, sich aus erster Hand zu informieren. Die mehr als 20 Fachvorträge bieten ein Themenspektrum für Einsteiger und Fortgeschrittene. An den Infoständen kommt man mit Finanzexperten, Börsenhändlern, Kursmaklern oder der Handelsüberwachungsstelle ins Gespräch.

In den Vorträgen werden aktuelle Wirtschaftsthemen wie Konjunkturlage, Industrie 4.0, Nachhaltigkeit oder Blockchain-Technologie behandelt. Einen breiten Raum nehmen selbstverständlich Börsenthemen ein, beispielsweise Musterdepots für jeden Geldbeutel, Gold, Kryptowährungen, Fonds & ETFs, Handelsstrategien oder Technische Analyse. Speziell an Einsteiger richten sich Vorträge zu Grundbegriffen der Börse, Endlich Aktionär, die richtigen Aktien finden, Checkliste zum Erfolg und die Young-Finance-Reihe von FunnyMoney – zugeschnitten auf junge Erwachsene – zu den Themen Kassensturz sowie Investieren.

Nach der Eröffnung durch Börsengeschäftsführer Thomas Dierkes spricht zum Auftakt Margarete Müller, Präsidentin der Deutsche Bundesbank Hauptverwaltung in NRW, zu „Demografie und Digitalisierung“ und zum Abschluss gibt Anlegerschützer Marc Tüngler von der Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e.V. „Impulse und Ideen für stürmische Zeiten“. Auch dazwischen teilen bekannte Referenten und Autoren wie Börsen-Experte Rolf Morrien, Charttechniker Christoph Geyer, IKB-Chefvolkswirt Dr. Klaus Dieter Bauknecht, Analyst Sven Weisenhaus, Portfoliomanager André Stagge oder Finanzjournalistin Cornelia Eidloth ihr Wissen und geben Tipps.

Als Aussteller stehen die Börse Düsseldorf, die Deutsche Bundesbank, der Kölner Börsenverein, die KFM Deutsche Mittelstand AG sowie die Börsenmakler Renell Bank und ICF Bank im Foyer für Fragen und Fachgespräche zur Verfügung. Freunde Historischer Wertpapiere treffen auf den Sammler Klaus Schiefer, der im Rahmen einer Schnupper-Auktion jedem Besucher die Chance auf ein ganz besonders Erinnerungsstück an den Düsseldorfer Börsentag 2018 ermöglicht.

Der Eintritt ist frei und es ist keine Anmeldung nötig.

Quellen:
Aktionärszahlen 2017 des Deutschen Aktieninstituts, veröffentlicht am 19.02.2018
„Anlageverhalten der Deutschen 2017“ des AXA Konzerns, veröffentlicht 30.11.2017

Börse Düsseldorf: Capital Lounge ist neuer Kapitalmarktpartner

25.05.2018 – Die Börse Düsseldorf hat für ihr Handelssegment Primärmarkt die Capital Lounge GmbH als neuen Kapitalmarktpartner gewonnen. Die Investment Boutique mit Sitz in München begleitet Notierungsaufnahmen und Börsengänge von mittelständischen Unternehmen aus dem europäischen Raum. Die Betreuung von Emittenten bei der Erfüllung der Börsenzulassungsfolgeverpflichtungen gehört ebenfalls zum Leistungsspektrum der Gesellschaft.

„Mit knapp 50 Jahren Kapitalmarkterfahrung im Team sind wir der fachkundige Partner an der Seite unserer Kunden. Ein Listing am Primärmarkt der Börse Düsseldorf ist für kapitalmarktorientierte Unternehmen ein interessantes Sprungbrett und bietet zugleich hohe Transparenz für Investoren“, erläutert Alexander Coenen, Managing Director der Capital Lounge GmbH. Thomas Dierkes, Geschäftsführer der Börse Düsseldorf, ergänzt: „Wir freuen uns, mit der Capital Lounge GmbH ein weiteres Mitglied im Kreis unserer Kapitalmarktpartner begrüßen zu können. Die Geschäftskontakte, insbesondere auch zu ausländischen Unternehmen, versprechen interessante Projekte für die Zukunft.“

Der Primärmarkt der Börse Düsseldorf ist ein Listingsegment im Freiverkehr, in dem sowohl Aktien, Anleihen als auch weitere Produkte wie z.B. Genussscheine notieren. Emittenten im Primärmarkt haben sich durch das Regelwerk der Börse dazu verpflichtet, besondere Publizitätsstandards einzuhalten und den Anleger fortlaufend mit allen wichtigen Informationen rund um das Unternehmen zu versorgen.

Börsenhandel auf Quotrix neu bei flatex und ViTrade

  • Online Broker erweitern ihr Angebot um die Handelsplattform Quotrix
  • Kunden profitieren von attraktiven Preisen, langen Handelszeiten und börslicher Überwachung
  • Market-Maker-Handelssystem der Börse Düsseldorf bietet Wertpapiergeschäfte ohne Courtage und Transaktionsentgelt

28.03.2018 – Die FinTech Group Bank AG bietet über ihre beiden Online Broker flatex und ViTrade ab sofort den börslichen Handel mit Quotrix an. Deren mehr als 200.000 Kunden können ihre Wertpapieraufträge jetzt zwischen 8 und 22 Uhr zusätzlich an den Handelsplatz Quotrix richten. Das System bietet neben modernen Limitorders zudem einen börslichen Direkthandel mit Angebot und Annahme unmittelbar zwischen Market Maker und Anleger.

„Wir freuen uns, dass nun auch die Top Online Broker flatex und ViTrade ihren Kunden den Zugang zu Quotrix ermöglichen. Unser elektronisches Market-Maker-System bietet eine hervorragende Preisqualität und ist inzwischen bei Banken sowie Anlegern fest etabliert“, erklärt Thomas Dierkes, Geschäftsführer der Börse Düsseldorf.

Die Bedeutung von Quotrix hat im zurückliegenden Jahr deutlich zugenommen: Der Handelsplatzumsatz verdoppelte sich 2017 (plus 106 Prozent) und im Aktienhandel rangierte Quotrix bei den DAX-Werten erstmals vor dem Spezialistenhandel der Börse Frankfurt. Die Auswahl von mehr als 4.000 internationalen Aktien bei voller Abdeckung der Handelszeit an den US-Börsen macht Quotrix für aktive Anleger besonders attraktiv.

Für die Wertpapierkunden ergeben sich durch den Anschluss an Quotrix eine Reihe von Vorteilen: Mit dem elektronischen System der Börse Düsseldorf können sie Kosten sparen und dabei alle Vorteile eines modernen Tradings mit smarten Ordertypen und nachweislich hoher Preisqualität nutzen.

Quotrix ist ein elektronisches Market-Maker-System, welches die Börse Düsseldorf bereits seit 2001 betreibt. Anders als bei außerbörslichen Geschäften sorgt die Handelsüberwachungsstelle für die Einhaltung der Regelwerksvorgaben zu Kursbildung und -qualität. Wesentliche Vorteile für den Ordergeber sind zudem der Wegfall der börslichen Kosten – Courtage und Transaktionsentgelt gibt es nicht – sowie moderne Limitordertypen und eine weitreichende Referenzmarktgarantie. Letztere sichert Anlegern zum Beispiel zu den Xetra-Öffnungszeiten mindestens so gute Kurse wie auf dem elektronischen Handelssystem der Deutschen Börse. Das Handelsspektrum umfasst rund 12.000 Wertpapiere, darunter auch viele ausländische Titel. In der Summe haben die hohe Qualität gepaart mit den günstigen Konditionen dazu geführt, dass Quotrix in unabhängigen Auswertungen von Banken, so genannten Best-Execution-Bewertungen, bei vielen Wertpapierkategorien bereits mehrfach erste Plätze belegt hat.

„Das Interesse an Quotrix seitens der Kreditinstitute wächst. Neben den Sparkassen sowie Volksbanken und Raiffeisenbanken zählen Online-Institute wie der S Broker, die DKB und die onvista bank zu den Marktteilnehmern“, so Dierkes. Welche Institute ihren Kunden einen Zugang zu Quotrix bieten, ist auf der Quotrix-Website abrufbar.

Börsen-Unwort 2017: „Bitcoin Boom“

16.01.2018 – Zum inzwischen 17. Mal hat das Team der Düsseldorfer Börse mit seiner Geschäftsführung, Maklern und Händlern das Börsen-Unwort ermittelt: „Bitcoin Boom“ war im Rückblick auf das Jahr 2017 für die Börsianer der häufig zitierte Begriff, der oft ungläubiges Kopfschütteln ausgelöst hat. Auch aktuell nehmen Reizwörter wie Bitcoin, Blockchain, Krypto oder ICO in der Berichterstattung der Medien und Beiträgen sozialer Netzwerke großen Raum ein. Und manchmal wirken sie wie Zauberformeln: Allein eine entsprechende Unternehmens-Umbenennung und bloße Ankündigungen, in diesem Umfeld aktiv werden zu wollen, haben schon zu teilweise abstrusen Steigerungen im Aktienkurs geführt. Doch unter einem Boom versteht man an der Börse eher etwas anderes.

Im Wirtschaftslexikon wird der Boom als „ausgeprägte Zunahme der wirtschaftlichen Aktivität“ definiert; typischerweise als Phase im Konjunkturzyklus oder bei einer Börsenhausse. „Beim sogenannten Bitcoin Boom darf eben diese wirtschaftliche Aktivität in Frage gestellt werden“, erklärt Thomas Dierkes, Geschäftsführer der Börse Düsseldorf. Während ein Anstieg der Aktienkurse regelmäßig als Konsequenz auf starkes Wachstum bei den Unternehmensgewinnen oder prognostizierten Umsatzzahlen hindeutet, ist hinter dem phänomenalen Kursanstieg des Bitcoins von über 1.000 Prozent in 2017 nur wenig Substanz erkennbar. Dierkes dazu: „Das ursprünglich digitale Zahlungsmittel ist zum reinen Spekulationsobjekt geworden, was seine Funktion als Währung stark in Frage stellt.“ Manche vergleichen den Bitcoin Boom mit der holländischen Tulpenmanie im frühen 17. Jahrhundert, als für die Blumenzwiebeln exotischer Sorten immer höhere Preise geboten wurden, was dann auch einfache Bürger in ein Spekulationsfieber versetzte.

Genau dieses Überspringen auf mit der Thematik kaum vertraute Glücksritter gilt als besonders kritisch. Mahnende Worte zum Bitcoin Boom gibt es reichlich: „Es handelt sich um höchst spekulative Vorgänge mit der Möglichkeit des Totalverlustes“, warnte Felix Hufeld, Präsident der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin), kurz vor Weihnachten in der Bild-Zeitung. Doch wenn genau dort im großen Stil über Börse & Co. berichtet wird und auch bisher völlig unerfahrene Normalbürger aktiv werden, wissen Börsianer, dass dem Boom ein baldiges Ende drohen kann.

Das auch an der Börse geltende Prinzip von Angebot und Nachfrage führte beim Bitcoin zu Steigerungen von rund 1.000 Dollar am Jahresanfang 2017 bis auf Höchstpreise von über 20.000 Dollar im Dezember. Auch zwischenzeitlich heftige Crash-Phasen oder Tages-Rücksetzer von 20 Prozent wirkten wohl eher reizvoll und haben immer mehr Zocker angelockt, was weiter für extreme Kursausschläge sorgt. Doch wo bei steigenden Aktienkursen fundamentale Kennzahlen die Einordnung erleichtern und auch die Realwirtschaft über Wertschöpfung, Arbeitsplätze und Steuereinnahmen positive Effekte zeigt, ist die Spekulation mit Bitcoins davon weitgehend entkoppelt.

„Technisch betrachtet steckt in der beim Bitcoin zum Einsatz kommenden Blockchain-Technologie großes Potenzial, was in der Finanzindustrie bisweilen auch als Bedrohung der eigenen Geschäftsmodelle wahrgenommen wird“, erläutert Dierkes. „Einige der zahlreichen Neugründungen in diesem Umfeld werden sich auch erfolgreich etablieren können.“ Umwelttechnisch darf der immense Energieverbrauch angemahnt werden, der 2018 beim Bitcoin angeblich ähnlich viel Strom benötigen soll wie ganz Argentinien. Mit Blick insbesondere auf die privaten Anleger gilt es, die irrationalen Auswüchse und realen Risiken transparent zu machen. Keine Frage: Jeden Anleger fasziniert die Idee von schnellem Reichtum und den Wunsch beim „nächsten großen Ding“ richtig dabei zu sein. Aber wer so bescheiden ist und in Niedrigzinszeiten mit seinen Investments nur vom breiten Wachstum der Wirtschaft partizipieren will, könnte am Ende der Glücklichere sein.

Das „Börsen-Unwort“ wird seit 2001 von der Börse Düsseldorf in Anlehnung an die 1991 ins Leben gerufene sprachkritische Aktion des Germanisten Prof. Dr. Horst Dieter Schlosser ermittelt.

Bisherige Börsen-Unwörter:
„Anlagenotstand“ (2016), „Zinswende“ (2015), „Guthabengebühr“ (2014), „Billiges Geld“ (2013), „Freiwilliger Schuldenschnitt“ (2012), „Euro-Gipfel“ (2011), „Euro-Rettungsschirm“ (2010), „Bad Bank“ (2009), „Leerverkauf“ (2008), „Subprime“ (2007), „Börsen-Guru“ (2006), „Heuschrecken“ (2005), „Seitwärtsbewegung“ (2004), „Bester Preis“ (2003), „Enronitis“ (2002), „Gewinnwarnung“ (2001)