BÖAG Börsen AG: Börsen Düsseldorf, Hamburg und Hannover im ersten gemeinsamen Geschäftsjahr erfolgreich
- Börse Düsseldorf punktet mit Courtagebefreiung und Quotrix
- Börse Hamburg führender Handelsplatz für Offene Immobilienfonds
- Börse Hannover blickt auf 10 Jahre GCX-Nachhaltigkeitsindex
- Fondsbörse Deutschland erweitert Angebot um Erstmarkt.de
29.12.2017 – (Düsseldorf, Hamburg, Hannover) Trotz verschiedener Unsicherheiten an den internationalen Märkten, bedingt etwa durch den Brexit, die Nordkorea-Krise, die Katalonien-Frage sowie die anhaltende Niedrigzinspolitik der EZB, konnten die Börsen-Indizes in Deutschland und den USA neue Höchststände erreichen. In diesem herausfordernden Marktumfeld konnten die Börsen Düsseldorf, Hamburg und Hannover, die auf ein erstes gemeinsames Geschäftsjahr der Trägergesellschaft BÖAG Börsen AG zurückblicken, mit ihren verschiedenen Produkten und Leistungen respektable Ergebnisse erzielen. Die drei Skontroführer-Handelsplätze der BÖAG Börsen AG haben Umsätze im Handel von 10,2 Milliarden Euro erreicht, nachdem die Börsen Hamburg und Hannover im Vorjahr zusammen auf 7,4 Milliarden und die Börse Düsseldorf auf 1,1 Milliarden Umsatz gekommen war. Das ist ein Umsatzplus von 1,7 Milliarden Euro bzw. von plus 20 Prozent. Getragen wurden die Umsatzsteigerungen durch Zuwächse im Aktien- und Anleihenhandel. „Wir sind zufrieden mit der Entwicklung in unserem Kerngeschäft, dem Handel in Aktien, Anleihen und Investmentfonds. Das zeigt uns, dass wir trotz intensiven Wettbewerbs gut positioniert sind“, erläutert Hendrik Janssen, Vorstand der BÖAG Börsen AG. „Mit der Börse Düsseldorf an Bord hat sich unsere Marktposition weiter gestärkt.“
Börse Düsseldorf punktet mit Courtagebefreiung und Quotrix
Der Wechsel der Börse Düsseldorf unter das Dach der neuen Trägerin BÖAG Börsen AG verlief planmäßig. Der maklergestützte Handel (Xontro) und das elektronische Handelssystem Quotrix der Börse Düsseldorf sind gut im Markt positioniert; Handelsumsätze und Orderzahlen lagen im abgelaufenen Jahr über den Erwartungen. Dazu beigetragen haben die nochmals signifikant verbesserten Handelsbedingungen und Konditionen. Neben Vollausführungs- und Referenzmarktgarantien gilt im Maklerhandel der Börse Düsseldorf seit Oktober 2017 eine Courtagebefreiung für alle Aktien- und Anleihengeschäfte. Durch einen konsequenten Umbau der Entgeltstruktur sind die Ausführungskosten für Anleger um bis zu 86 Prozent gesunken und liegen damit deutlich unter den Konditionen auch umsatzstärkerer Börsenplätze. Das elektronische Handelssystem Quotrix konnte seine Position als erfolgreiche Preisführerbörse bestätigen. Mit dem für Anfang 2018 vorgesehenen Anschluss zusätzlicher Institute wird sich die Reichweite der Plattform nochmals erhöhen. „Die Zahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres mit teils stark steigenden Umsätzen sowohl mit dem Skontroführer Renell Bank AG auf Xontro als auch mit dem Market Maker ICF Bank AG auf Quotrix stimmen uns durchaus optimistisch“, erklärt Thomas Dierkes, Geschäftsführer der Börse Düsseldorf.
Börse Hamburg – Im Fondshandel bleiben Offene Immobilienfonds Umsatzspitzenreiter
In 2017 handelten Anleger über die Börse Hamburg Fondsanteile im Volumen von rund 925 Millionen Euro. Im Fokus der Anleger standen unverändert die in Liquidation befindlichen offenen Immobilienfonds, für die die Anteilsrücknahme seitens der Kapitalverwaltungsgesellschaft ausgesetzt wurde. Zunehmend werden die Handelsumsätze von aktiven Immobilienfonds sowie von Aktien-, Renten- und Mischfonds getragen. Der Fondshandel Hamburg gehört mit rund 4.000 Fonds zu den führenden Handelsplätzen für Investmentfonds in Deutschland. Anleger profitieren hier von der Möglichkeit, ihre Anteile ohne Ausgabeaufschlag zu Marktpreisen jederzeit kaufen und verkaufen zu können. „Wertpapiere sind wieder in den Fokus der Anleger gerückt und die Perspektive auf eine bessere Rendite hat auch das Interesse am Kauf von Investmentfonds über die Börse Hamburg gestärkt“, verdeutlicht Dr. Thomas Ledermann, Vorstand der BÖAG Börsen AG und Geschäftsführer der Börse Hamburg.
Börse Hannover – 10 Jahre GCX-Nachhaltigkeitsindex
Anfang September 2017 konnte der Global Challenges Index (GCX) der Börse Hannover auf 10 Jahre erfolgreiche Entwicklung zurückblicken. Am 7.11.2017 erreichte der GCX mit 2.385 Punkten den historisch höchsten Indexstand seit seiner Auflage. Außerdem übertraf der GCX, der 50 internationale Aktien von besonders nachhaltig orientierten Unternehmen umfasst, seit seiner Auflage die Wertentwicklung des Deutschen Aktienindex (DAX) deutlich. So brachte der GCX den Anlegern der ersten Stunde bis zum heutigen Tag einen Wertzuwachs von rund 132 Prozent, wohingegen der DAX im gleichen Zeitraum lediglich um rund 73 Prozent zulegen konnte. „Der Erfolg des GCX zeigt, dass Nachhaltigkeit und Performance kein Widerspruch sind, sondern sehr gut zusammenpassen. Immer mehr Anleger setzen auf den GCX und kassieren so eine doppelte Dividende“, erläutert Janssen, der auch Geschäftsführer der Börse Hannover ist.
Fondsbörse Deutschland – Angebot um Erstmarkt.de erweitert
Die Fondsbörse Deutschland (www.fondsboerse-deutschland.de) blieb auch 2017 unangefochten Marktführer im Handel mit geschlossenen Fonds. Über die Zweitmarkt-Plattform der Fondsbörse Deutschland Beteiligungsmakler AG und ihrem Tochterunternehmen Deutsche Zweitmarkt AG konnte durch mehr als 7.400 Vermittlungen ein Nominalumsatz von 310 Millionen Euro erzielt werden. Bei den gehandelten Assetklassen dominierten weiterhin Immobilienfonds den Umsatz.
Seit März 2017 ist eine weitere Innovation online: Die Fondsbörse Deutschland erweiterte ihr Leistungsspektrum mit dem „Erstmarkt“ um eine Zeichnungsplattform für Sachwertinvestments. Über www.erstmarkt.de können Anleger Alternative Investmentfonds online zeichnen. Die neue Zeichnungsplattform kombiniert neutrale Informationen mit der Option zur direkten Zeichnung – KAGB- und WpHG-konform. Sie bietet alle relevanten Daten zu aktuellen Produkten und deren Anbietern sowie Hintergründe rund um das Thema Sachwertinvestments. Die Deutsche Zweitmarkt AG hat kürzlich im Internet unter www.zweitmarkt-direktinvestments.de einen Zweitmarkt für Direktinvestments gelauncht. Auf der neuen Handelsplattform können zum Start Direktinvestments in Containern und sogenannten Wechselkoffern vor dem Laufzeitende gehandelt werden.
Schuldscheinbörse Deutschland als neue Handelsplattform
Mit der „Schuldscheinbörse Deutschland“ ging am 1. März 2017 eine weitere Innovation der BÖAG Börsen AG an den Start. Institutionelle Investoren wie Kreditinstitute, Versicherungen, Fondsgesellschaften, Vermögensverwaltungen und Stiftungen haben seither die Möglichkeit, Kauf- und Verkaufaufträge für bestehende Schuldscheine anonym und kostenfrei über einen Vermittler auf der Plattform einstellen zu lassen. Auf Basis einer eigenen Marktordnung werden ausschließlich Schuldscheine mit einer Restlaufzeit zwischen einem und maximal zehn Jahren vermittelt. Als Dienstleister für die Plattform fungiert die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG, die bereits seit vielen Jahren als Skontroführer an den Börsen Hamburg und Hannover tätig ist.
Elektronische Handelssysteme entwickeln sich vielversprechend
Im abgelaufenen Jahr 2017 konnten auf den beiden elektronischen Handelssystemen die Umsätze als auch die Anzahl der gelisteten Wertpapiere weiter gesteigert werden.
Bereits im August 2016 startete die Börse Hamburg in Partnerschaft mit dem Market Maker Lang & Schwarz TradeCenter AG & Co. KG das elektronische Handelssystem „LS Exchange“. Über dieses Handelssystem können Anleger derzeit rund 7.500 Wertpapiere – neben deutschen Standardaktien auch zahlreiche ausländische Aktien, ETFs und festverzinsliche Wertpapiere – montags bis freitags zwischen 7:30 und 23:00 Uhr nach dem Quote-Request-Verfahren handeln.
Darüber hinaus können Anleger über das elektronische Handelssystem Quotrix der Börse Düsseldorf von 8 bis 22 Uhr ohne börsliche Kosten schnell und neutral überwacht mit einem Market Maker handeln. Zurzeit können über Quotrix mehr als 11.000 Wertpapiere gehandelt werden, darunter Aktien, Anleihen, Investmentfonds, ETFs und ETCs. „Die LS Exchange und Quotrix sind strategische Meilensteine, um die BÖAG Börsen AG mit ihren drei Börsen in einem intensiven Wettbewerbsumfeld erfolgreich für die Zukunft zu positionieren“, sagt Ledermann.
Börse Düsseldorf unter dem Dach der BÖAG Börsen AG
- Zusammenschluss erfolgreich umgesetzt
- Handelsplätze der BÖAG Börsen AG profitieren von Synergien
- Börse Düsseldorf punktet mit Courtagebefreiung und Quotrix
23.11.2017 – (Düsseldorf, Hamburg, Hannover) Nach dem Start der operativen Zusammenarbeit zwischen der BÖAG Börsen AG und der Börse Düsseldorf mit Wirkung zum 1. Januar 2017 sind zwischenzeitlich auch sämtliche formalen Anforderungen für einen Zusammenschluss vollzogen. Damit ist die Börse Düsseldorf neben den Börsen in Hamburg und in Hannover die dritte Börse in der Trägerschaft der BÖAG Börsen AG. Markt- und Handelsangebote der öffentlich-rechtlichen Börsen in Düsseldorf, Hamburg und Hannover bleiben unverändert selbstständig nebeneinander bestehen; für Emittenten und Anleger waren keine Umstellungen notwendig.
Börsen profitieren von Synergien und Know-how
Durch Bündelung und Vernetzung des Know-hows der einzelnen Handelsplätze profitieren die drei Börsen künftig von Synergien unter dem gemeinsamen Dach der BÖAG Börsen AG. Diese verbreiterte Basis ebnet den Weg für weitere innovative und attraktive Angebote im Handel von Finanzprodukten und damit letztlich zu einer deutlichen Stärkung der Wettbewerbsposition in einem herausfordernden Marktumfeld. Einen positiven Effekt gibt es auch bei der Umsetzung der ständig wachsenden Anforderungen im Bereich der Regulierung.
Erfolgreiche Entwicklung bei der Börse Düsseldorf
Die Einbeziehung der Börse Düsseldorf unter das Dach der neuen Trägerin BÖAG Börsen AG verlief planmäßig. Der maklergestützte Handel (Xontro) und das elektronische Handelssystem Quotrix der Börse Düsseldorf sind gut im Markt positioniert; Handelsumsätze und Orderzahlen liegen im laufenden Jahr über den Erwartungen. Dazu beigetragen haben u. a. die attraktiven Handelsbedingungen und Konditionen, die kürzlich weiter signifikant verbessert wurden. Neben Vollausführungs- und Referenzmarktgarantien gilt im Maklerhandel seit Oktober 2017 eine Courtagebefreiung für alle Aktien- und Anleihengeschäfte. Durch einen konsequenten Umbau der Entgeltstruktur sind die Ausführungskosten für Anleger um bis zu 86 Prozent gesunken und liegen damit deutlich unter den Konditionen umsatzstärkerer Börsenplätze.
Darüber hinaus können Anleger über das elektronische Handelssystem Quotrix von 8 bis 22 Uhr ohne börsliche Kosten schnell und neutral überwacht mit einem Market Maker handeln. Das innovative System ist „Mehrfachsieger“ in den Best-Execution-Auswertungen verschiedener Kreditinstitute und steht nach Umsätzen in DAX-Werten inzwischen auf Rang 4 der deutschen Handelsplätze.
„Die Börse Düsseldorf ist gut im Markt positioniert und wir freuen uns, sie an Bord zu haben. Unter dem Dach der BÖAG Börsen AG werden wir alles tun, um die Marktchancen unserer Handelsplätze weiter bestmöglich auszubauen“, erläutert Dr. Friedhelm Steinberg, Aufsichtsratsvorsitzender der BÖAG Börsen AG.
„Der Wechsel auf Seiten des Börsenträgers verlief reibungslos und war für die Marktteilnehmer an der Börse Düsseldorf praktisch nicht spürbar. Die Zahlen des laufenden Geschäftsjahres mit teils stark steigenden Umsätzen sowohl mit dem Skontroführer Renell auf Xontro als auch mit dem Market Maker ICF Group auf Quotrix stimmen uns optimistisch“, ergänzt Thomas Dierkes, Geschäftsführer der Börse Düsseldorf. Neben den handelsseitigen Leistungen bietet die Börse Düsseldorf zudem im Freiverkehr unter anderem mit dem Qualitätssegment „Primärmarkt“ attraktive Listing-Möglichkeiten für kleinere und mittlere Unternehmen.
Über die BÖAG Börsen AG
Die BÖAG Börsen AG ist Träger der maklergestützten Börsen in Düsseldorf, Hamburg und Hannover sowie der elektronischen Handelsplattformen Quotrix und L&S Exchange. Zusammen zählen die drei Börsenplätze einschließlich ihrer Handelsplattformen mehr als 50.000 Listings von Wertpapieren, darunter Aktien, offene Fonds/ETFs, Anleihen, Genussscheine sowie Zertifikate/ETCs. Zu den Handelsteilnehmern zählen eine große Zahl inländischer Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsunternehmen. Anleger handeln an den Börsen Hamburg und Hannover die wichtigsten deutschen und alle ausländischen Aktien bis zu bestimmten Volumina courtagefrei. An der Börse Düsseldorf werden alle Aktien und Anleihen im Maklerhandel ohne Courtage gehandelt.
Weiter betreibt die BÖAG Börsen AG unter der Bezeichnung „Fondsbörse Deutschland“ einen Initiatoren-unabhängigen Marktplatz für geschlossene Fonds und mit der „Schuldscheinbörse Deutschland“ eine bankenunabhängige, handelsüberwachte Vermittlungsplattform für Schuldscheine im Sekundärmarkt. Mit dem Global Challenges und dem German Gender Index ist sie zudem im Bereich der nachhaltigen und alternativen Geldanlage aktiv. Weitere Informationen finden Sie unter www.boersenag.de
Die BÖAG Börsen AG, die Börse Düsseldorf, die Börse Hamburg, die Börse Hannover, Quotrix und die L&S Exchange erteilen keine Anlageempfehlungen und veröffentlichen ausschließlich produktbezogene oder allgemeine Informationen. Historische Wertentwicklungen sind keine geeignete Indikation für künftige Renditen.
Börse Düsseldorf streicht Courtage für Aktien- und Anleihen-Geschäfte
- Neue Entgeltstruktur ab Oktober führt zu signifikanten Kostensenkungen
- Anleger sparen künftig bis zu 86 Prozent bei den Börsengebühren
29.09.2017 – Ab dem 2. Oktober 2017 baut die Börse Düsseldorf ihre Gebührenstruktur radikal um und verzichtet im Maklerhandel (Xontro) auf die Courtage für alle Geschäfte in Aktien und Anleihen. Dieses Vermittlungsentgelt für die Tätigkeit des Skontroführers, dem sogenannten Börsenmakler, entfällt und führt im Zusammenspiel mit Adjustierungen bei den Transaktionsentgelten zu erheblichen Reduzierungen bei den Ausführungskosten.
Mit dieser Maßnahme wird der durch das Düsseldorfer Quality Trading ohnehin schon sehr attraktive Maklerhandel nochmals deutlich interessanter. Bisher waren nur Aktienorders im DAX bis 10.000 Euro courtagefrei. „Die Kosten für die Ausführung einer 5.000-Euro-Aktienorder, zum Beispiel im MDax oder bei Auslandswerten, sinken um 64 Prozent. Bei einer Anleihenorder über 10.000 Euro spart der Anleger gar 86 Prozent Börsenkosten“ erklärt Thomas Dierkes, Geschäftsführer der Börse Düsseldorf.
Marc Renell, Vorstand bei der Renell Wertpapierhandelsbank AG, dem Skontroführer an der Börse Düsseldorf, ergänzt: „Bei der Preisqualität waren wir bislang schon ganz vorne dabei. Mit der Courtagebefreiung sind wir nun auch noch erheblich günstiger als die anderen großen Maklerbörsen und erwarten einen spürbaren Anstieg der Orderzahlen.“
Neben der Orderprovision des depotführenden Instituts (Bank, Sparkasse oder Online-Broker) werden Anlegern bei jedem Wertpapiergeschäft auch die „Börsenspesen“ bzw. „Kosten Dritter“ weitergereicht. Diese Nebenkosten sind oft kompliziert und nur schwer in den Preisverzeichnissen der Banken zu finden.
An der Börse Düsseldorf können mehr als 2.400 verschiedene Aktien, auch von internationalen Unternehmen, börsentäglich von 8 bis 20 Uhr gehandelt werden. Das Angebot bei den Anleihen, von Börsianern auch Renten genannt, erstreckt sich über 8.400 Papiere mit Handel bis 17:30 Uhr.
Neue Abendseminare – Börsenwissen für alle
- Finanzbildung durch kompetente Referenten aus der Praxis
- Bunter Themen-Mix, nach Feierabend in der Börse Düsseldorf
- Geeignet für Einsteiger, Fortgeschrittene oder Interessierte
08.09.2017 – Auch im Herbst 2017 bietet die Börse Düsseldorf wieder ihre beliebten Börsenseminare für Privatanleger an. Am 14. und 21. September steht ein zweiteiliger Intensivkurs ‚Technische Analyse‘ mit Charttechniker Christoph Geyer auf dem Plan. Für Oktober und November werden sechs Termine als Basis-Seminare angeboten – kostenlos für Einsteiger, Fortgeschrittene oder Interessierte. Immer vermitteln Experten aus der Praxis ihr Fachwissen, geben hilfreiche Tipps und beantworten individuelle Fragen. Neue Themen und Referenten halten das Seminarangebot laufend attraktiv.
Mit dem Informationsangebot will die Börse Düsseldorf die Aufklärung in Finanzfragen fördern, denn viele Bürger haben Berührungsängste mit dem Thema Geldanlage. Geschäftsführer Thomas Dierkes verspricht: „Unser Grundkurs ‚Das kleine 1 x 1 der Börse‘ richtet sich gezielt an Einsteiger, die keine Vorkenntnisse mitbringen müssen. Da ist jede Frage erlaubt!“ Im Aufbaukurs ‚Grundzüge der fundamentalen und technischen Analyse‘ geht es vier Wochen später darum, das Erlernte zu vertiefen. „Hier werden wichtige Kennzahlen erläutert und berechnet sowie der Blick für Muster und Signale in den Chartverläufen der Wertpapiere geschärft“, erklärt Dierkes und will hierbei auch bereits erfahrene Privatanleger ansprechen. In weiteren Seminaren geht es diesen Herbst um einen aktuellen ‚Blick auf den Markt‘, das Entwickeln einer individuellen ‚Aktien-Anlage-Strategie‘ oder Handelsmöglichkeiten für geschlossene Fonds über den ‚Zweitmarkt‘. Auch die Freunde historischer Wertpapiere dürfen sich erstmals auf einen Vortrag freuen, bei dem in einer „Schnupperauktion“ zudem kunstvolle Sammlerstücke unter den Hammer kommen.
Die Abendseminare starten immer um 18:00 Uhr in der Börse Düsseldorf am Ernst-Schneider-Platz und dauern ca. 90 bis 120 Minuten. Eine Anmeldung ist ab sofort über die Internetseite der Börse unter dem Punkt Veranstaltungen möglich – solange es noch Plätze gibt. Jede erfolgreiche Anmeldung wird automatisch per Mail bestätigt, welche auch als Nachweis für den Einlass dient.

Viele neue Besucher beim Düsseldorfer Börsentag 2017
- Besucherzahlen stabil: Rund 1.500 Teilnehmer in den Vorträgen
- Niedrigzinsphase forciert das Interesse an Wertpapier-Investments
- Erfreulich viele Neueinsteiger informieren sich in der Börse Düsseldorf
16.05.2017 – Der Einfluss politischer Kräfte auf die Finanzmärkte war ein wiederkehrendes Thema beim 13. Düsseldorfer Börsentag am 13. Mai 2017 in der Börse Düsseldorf: Ob Brexit, Trump oder die Zinspolitik von EZB und US-Notenbank. Aktuell kommen neue Allzeit-Rekorde im DAX hinzu. Vorstandschef Dirk Elberskirch: „Die Finanzmärkte erfahren derzeit wieder spürbar mehr Aufmerksamkeit in den Medien. Bei der anhaltenden Niedrigzinspolitik denken immer mehr Sparer über ein Investment in Wertpapiere nach. Dafür suchen private Anleger nach neutralen Informationen und Orientierung, was sie bei den Banken oftmals vermissen.“ So kamen erfreulich viele Erstbesucher zum traditionellen Tag der offenen Tür der Börse Düsseldorf an den Ernst-Schneider-Platz.
Insgesamt wurden rund 1.500 Teilnehmer in den mehr als 20 angebotenen Vorträgen und Workshops gezählt. Hier konnten die Anleger ihr persönliches Finanzwissen ausbauen und mehr über die aktuelle Börsenstimmung erfahren. Besonders große Nachfrage gab es beim Auftaktvortrag von DSW-Hauptgeschäftsführer Marc Tüngler zum „Anlegen in unsteten Zeiten“ sowie bei der Journalistin und Autorin Jessica Schwarzer, die Strategien zur Anlage über ETFs vorstellte. Auch bei Spezialgebieten wie Technische Analyse und Faktor-Investing konnte der Vortragsraum kaum alle Interessenten aufnehmen. Die Besucher mussten sich zwischen parallel angebotenen Themen entscheiden. Beim zentralen Schlussvortrag von „Börsen-Dino“ Hermann Kutzer kam auch der Humor nicht zu kurz, als er den Besuchern erklärte, „Warum Aktien die beste Anlageklasse bleiben“. Die Infostände der Börse und ihrer Kursmakler bzw. Market Maker sowie der Partner Kölner Börsenverein oder Deutsche Bundesbank waren beliebte Anlaufstellen für persönliche Fachgespräche mit den Experten vor Ort.
Börsenvorstand Thomas Dierkes resümiert: „Die Rückmeldung der Besucher war durchweg positiv und zeigt, dass Wertpapier-Investments auch für sogenannte Do-it-Yourself-Anleger machbar und attraktiv sind. Wir werden dies weiterhin mit unserem Angebot von Seminaren und Vorträgen unterstützen.“


Düsseldorfer Börsentag am Samstag, 13. Mai 2017
- Privatanleger informieren sich kostenfrei in der Börse Düsseldorf
- Mehr als 20 Vorträge und Workshops beim Tag der offenen Tür
- Finanzbildung für Einsteiger und Fortgeschrittene steht im Fokus
10.05.2017 – Der Deutsche Aktienindex notiert auf Rekordhoch. Doch gleichzeitig zahlen die Banken kaum noch Zinsen auf Sparguthaben und die anziehende Inflation entwertet das Geld. Weniger als 9 Mio. Deutsche besitzen Wertpapiere; nur rund 4,4 Mio. haben Aktien im Depot*. Ist die Börse auch eine Option für „Kleinanleger“ oder doch nur ein Platz für Vermögende und Spekulanten? Antworten gibt es am Samstag, dem 13. Mai 2017, wenn die Börse Düsseldorf private Anleger und Sparer von 10 bis 17 Uhr wieder zu einem Besuch an den Ernst-Schneider-Platz einlädt. Zum 13. Mal öffnet die Börse ihre Türen und bietet kostenlose Vorträge von Finanzexperten sowie den Dialog mit Börsenhändlern, Kursmaklern oder der Handelsüberwachungsstelle.
Neueinsteiger und Fortgeschrittene kommen bei der Auswahl von mehr als 20 Themen auf ihre Kosten. Bekannte Referenten und Autoren wie der Dividenden-Experte Christian W. Röhl, die Journalistin Jessica Schwarzer oder der Charttechniker Christoph Geyer teilen ihr Wissen und geben Tipps für die Investitionsentscheidung privater Anleger. Nach der Eröffnung durch Börsenchef Dirk Elberskirch spricht Anlegerschützer Marc Tüngler zum Auftakt über „Anlegen in unsteten Zeiten“. Als Schlussredner erklärt der Finanzjournalist Hermann Kutzer, „Warum Aktien die beste Anlageklasse bleiben“. Themenschwerpunkte dazwischen sind die aktuelle Börsenstimmung mit Höchstständen, die anhaltende Niedrigzinsphase, der Einfluss politischer Börsen sowie individuelle Anlagestrategien, zum Beispiel mit Fonds und ETFs. Dazu gibt es Basiswissen über Grundbegriffe, Handelsplätze, Technische Analyse sowie Bilanzen und Geschäftsberichte. Zudem werden auch Inhalte wie Nachhaltigkeit, Finanzausbildung für Jugendliche und Anlegerschutz behandelt sowie Spezialwissen zum Faktor-Investing oder der Target-Trend-Methode vermittelt.
Aussteller wie die KFM Deutsche Mittelstand AG, die Deutsche Bundesbank, der Kölner Börsenverein und die Stadtsparkasse Düsseldorf stehen im Foyer für Fragen und Fachgespräche zur Verfügung. Im Besucherzentrum trifft man die Renell Bank, Skontroführer an der Börse Düsseldorf, sowie die ICF BANK, Market Maker im elektronischen Handelssystem Quotrix. Zudem bietet hier eine Aktionsbühne kurze Impulsvorträge zu unterschiedlichsten Finanzthemen.
Der 13. Düsseldorfer Börsentag findet am 13. Mai 2017 von 10 bis 17 Uhr in den Räumen der Börse Düsseldorf am Ernst-Schneider-Platz 1 in 40212 Düsseldorf statt. Der Eintritt ist frei und es ist keine Anmeldung nötig.
Facebook: www.facebook.com/events/763868640432821/
Xing: www.xing.com/events/dusseldorfer-borsentag-2017-1813445* Quelle: Aktionärszahlen 2016 des Deutschen Aktieninstituts, veröffentlicht am 13.02.2017


BÖAG Börsen AG und Börse Düsseldorf AG unterzeichnen notariellen Kaufvertrag
- Nächster Schritt der rechtlichen Umsetzung des Zusammenschlusses erfolgt
- Neue Gesellschaft für operativen Betrieb der Börse Düsseldorf
- Handelsplätze profitieren von Synergien, gebündelten Ressourcen und Spezialisierungsvorteilen
24.03.2017 – Düsseldorf, Hamburg, Hannover
Nach dem Start der Zusammenarbeit am 1. Januar 2017 haben BÖAG Börsen AG und Börse Düsseldorf AG nun die Verträge zur Übernahme der Trägerschaft für die öffentlich-rechtliche Börse Düsseldorf durch die BÖAG Börsen AG fertiggestellt und unterzeichnet.
Mit der Unterzeichnung des notariellen Kaufvertrags ist der nächste Schritt der rechtlichen Umsetzung des Zusammenschlusses getan. Die Transaktion bedarf noch der Genehmigung durch die Hauptversammlung der Börse Düsseldorf AG. Die zuständigen Aufsichtsräte, Börsenräte sowie Börsenaufsichtsbehörden haben dem Vorhaben bereits zugestimmt.
Der operative Betrieb der Börse Düsseldorf wird auf eine neu gegründete Gesellschaft übertragen, deren Anteile vollständig von der BÖAG Börsen AG erworben werden und die nachfolgend auf die BÖAG verschmolzen werden soll. Die vollständige rechtliche Umsetzung soll weiterhin im Sommer 2017 erfolgen.
Durch den Zusammenschluss unter dem gemeinsamen Dach der BÖAG Börsen AG profitieren die drei Handelsplätze künftig von Synergien, gebündelten Ressourcen und Spezialisierungsvorteilen, die den Weg für weitere Innovationen ebnen. Gleichzeitig können Kosten gespart, die Effizienz der Börsen gesteigert und die Wettbewerbsposition gestärkt werden.
In ihren Markt- und Handelsangeboten bleiben die öffentlich-rechtlichen Börsen Düsseldorf, Hamburg und Hannover unverändert bestehen. Auch für die Marktteilnehmer, Kunden und Vertragspartner der Plätze ergeben sich keinerlei Änderungen.
Über die BÖAG Börsen AG
Die BÖAG Börsen AG ist Träger der maklergestützten Börsen in Hamburg und in Hannover sowie der elektronischen Handelsplattform L&S Exchange. Zusammen sind an den Plätzen mehr als 20.000 Wertpapiere gelistet, darunter Aktien, offene Fonds, Anleihen, Genussscheine sowie Zertifikate. Zu den Handelsteilnehmern zählen eine große Zahl inländischer Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsunternehmen. Anleger handeln an den Börsen in Hamburg und in Hannover die wichtigsten deutschen sowie alle ausländischen Aktien bis zu bestimmten Volumina courtagefrei.
Weiter betreibt die Börsen AG unter der Bezeichnung „Fondsbörse Deutschland“ einen Initiatoren-unabhängigen Marktplatz für geschlossene Fonds. Mit dem Global Challenges und dem German Gender Index ist die Börse Hannover zudem im Bereich der nachhaltigen und alternativen Geldanlage aktiv. Weitere Informationen finden Sie unter www.boersenag.de
Die BÖAG Börsen AG, die Börse Hamburg, die Börse Hannover und die L&S Exchange erteilen keine Anlageempfehlungen und veröffentlichen ausschließlich produktbezogene oder allgemeine Informationen. Historische Wertentwicklungen sind keine geeignete Indikation für künftige Renditen.
Über die Börse Düsseldorf AG
Die Börse Düsseldorf ist einer der wichtigsten Handelsplätze in Deutschland für Privatanleger. Neben dem maklergestützten Handel können Anleger über das innovative elektronische Handelssystem QUOTRIX von 8 bis 22 Uhr kostenlos, schnell und neutral überwacht mit Market Maklern handeln. Den Anlegern garantiert QUOTRIX mindestens genauso günstige Kurse wie an den Referenzmärkten. Neben den handelsseitigen Leistungen bietet die Börse Düsseldorf zudem im Freiverkehr mit Qualitätssegmenten wie dem Primärmarkt attraktive Listingmöglichkeiten für kleinere und mittlere Unternehmen. Die nordrhein-westfälische Börse hat ihren Ursprung im Jahr 1553 in Köln.
Kostenfreie Börsenseminare im Frühjahr 2017
- Bunter Themen-Mix, immer abends in der Börse Düsseldorf
- Finanzbildung durch kompetente Referenten aus der Praxis
- Geeignet für Einsteiger, Interessierte und Fortgeschrittene
- Spezial: Lange Nacht der Finanzen – für alle unter 30
21.03.2017 – Ab Montag, 27. März 2017, starten wieder die beliebten Abendseminare für Privatanleger in der Börse Düsseldorf. Erfahrene Referenten aus der Praxis vermitteln Expertenwissen, geben hilfreiche Tipps und beantworten individuelle Fragen. Das Themenspektrum umfasst Basiswissen für Einsteiger, aktuelle Markteinschätzungen für Interessierte sowie Spezialthemen für Fortgeschrittene.
Speziell für die Zielgruppe „unter 30“, also in Finanzfragen oft noch unerfahrene Schüler, Auszubildende, Studenten oder Berufseinsteiger, gibt es am Dienstag, 28. März 2017, zum zweiten Mal die „Lange Nacht der Finanzen“ von FunnyMoney. Zwischen 16:00 und 21:00 Uhr geht es in Workshop-Blöcken um den Kassensturz, die Altersvorsorge und das Investieren, zum Beispiel über die Börse.
Die kostenlosen Abendseminare starten immer um 18:00 Uhr in der Börse Düsseldorf am Ernst-Schneider-Platz und dauern ca. 90 bis 120 Minuten.
Eine Anmeldung ist ab sofort über die Internetseite der Börse im Bereich „Veranstaltungen“ möglich. Schnelles Handeln lohnt sich, denn die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Jede erfolgreiche Anmeldung wird automatisch per Mail bestätigt, welche auch als Nachweis für den Einlass dient.

Handeln wie die Profis: Quotrix jetzt auch für Kunden der Volksbanken und Raiffeisenbanken verfügbar
- Börslicher Wertpapierhandel mit Quotrix für alle Volksbanken und Raiffeisenbanken erfolgreich gestartet
- Market-Maker-Handelssystem der Börse Düsseldorf bietet Wertpapiergeschäfte ohne Courtagen und Transaktionskosten
16.03.2017 – Die knapp 1.000 deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken bieten ab sofort den börslichen Handel mit Quotrix an. Die Kunden der Kreditgenossenschaften können ihre Wertpapieraufträge in den Filialen, beim Telefon- oder im Online-Banking jetzt zusätzlich an den Handelsplatz Quotrix richten.
Für die Wertpapierkunden ergeben sich durch den Anschluss an Quotrix eine Reihe von Vorteilen: Mit dem elektronischen System der Börse Düsseldorf können sie Kosten sparen und dabei alle Vorteile eines modernen Tradings mit attraktiven Ordertypen und nachweislich hoher Preisqualität nutzen. „Mit Quotrix bieten wir nicht nur einen erstklassigen elektronischen Börsenhandelsplatz, dieser hat sich schon seit über 15 Jahren als Market-Maker-System bei Banken und Kunden etabliert. Nun kann auch die breite Kundenbasis der Volksbanken und Raiffeisenbanken die Vorteile eines kostengünstigen Handels zwischen 8 und 22 Uhr nutzen“, freut sich Dirk Elberskirch, Vorstandschef der Börse Düsseldorf AG.
Quotrix ist ein elektronisches Market-Maker-System, welches die Börse Düsseldorf bereits seit 2001 betreibt. Anders als bei außerbörslichen Wertpapiergeschäften sorgt die Handelsüberwachungsstelle für die Einhaltung der Regelwerke. Wesentliche Vorteile für den Ordergeber sind zudem der Wegfall aller börslichen Kosten, also Courtage und Transaktionsentgelt, sowie moderne Limitodertypen und eine weitreichende Referenzmarktgarantie. Letztere sichert Anlegern zu den Xetra-Öffnungszeiten mindestens so gute Kurse wie das elektronische Handelssystem der Deutschen Börse. Das Handelsspektrum umfasst mehr als 11.000 Wertpapiere, darunter auch viele interessante ausländische Titel. In der Summe haben die hohe Qualität gepaart mit den günstigen Konditionen dazu geführt, dass Quotrix in unabhängigen Auswertungen von Banken, so genannten Best-Execution-Bewertungen, bei vielen Wertpapierkategorien bereits mehrfach erste Plätze belegt hat.
„Das Interesse an Quotrix seitens der Kreditinstitute wächst. Nachdem 2015 bereits die Institute der WGZ BANK aus Rheinland und Westfalen angeschlossen waren, wurde der zusätzliche Handelsplatz nach der Zentralbankenfusion von der DZ BANK für alle Kreditgenossenschaften eingebunden“, erklärt Elberskirch. Auf der vorhandenen Basis war die technische Anbindung ohne großen Aufwand möglich.
Welche Kreditinstitute ihren Kunden den Zugang zu Quotrix ermöglichen, ist auf der Quotrix-Website abrufbar.

Börsen-Unwort 2016: „Anlagenotstand“
- Die Börse Düsseldorf und deren Makler haben „Anlagenotstand“ als Börsen-Unwort des Jahres 2016 gewählt.
10.01.2017 – Das Team der Düsseldorfer Börse mit seiner Geschäftsführung, Maklern und Händlern hat zum sechzehnten Mal das „Börsen-Unwort des Jahres“ ermittelt. Für 2016 wurde einstimmig „Anlagenotstand“ als Unwort gewählt.
Notstände kennt man üblicherweise bei Naturkatastrophen, Krieg und Aufruhr oder auch im Strafrecht, wenn bestimmte, eigentlich strafbare Handlungen durch das Vorliegen einer solchen Lage gerechtfertigt und z.B. Gefahren für Leib und Leben abgewendet werden.
Gefahren bestehen für die Anleger unzweifelhaft – und das schon länger. Die Zinsen sind in weiten Bereichen in den homöopathischen Bereich abgetaucht oder gar schon negativ, Gebühren für Guthaben stehen vor der Tür und sichere, Ertrag bringende Anlagen scheint es nicht mehr zu geben. Selbst das geliebte Betongold wirft kaum noch effektive Renditen ab und die Blasenbildung ist in diesem Marktbereich kaum noch zu übersehen. Und dann kommt zum Jahreswechsel noch die Inflation zurück.
Dies ist ein echter Notstand. Allerdings ist Notstand negativ konnotiert, wird schnell generalisiert, führt schon einmal zur Schockstarre und verstellt den Blick für das Ganze – hier das ganze Anlageuniversum. Wie anders ist es zu erklären, dass die Anlage in Aktien immer noch nicht als Ausweg aus der Misere von breiten Kreisen der Anleger erkannt wird. Die Aktienmärkte laufen seit gut 5 Jahren ordentlich nach oben, trotz aller Krisen, Brexit und Trump. Gerade bei längerfristigen Anlagen und mit dem Fokus auf ertragsstarke Unternehmen in einem diversifizierten Portfolio kann im Grunde kaum etwas schiefgehen.
Not sollte eigentlich erfinderisch machen – vielleicht ist die Not der Anleger noch nicht groß genug, um das Verhalten zu ändern. Aber die Zinsen werden noch lange niedrig bleiben und „aussitzen“ oder den Kopf in den Sand stecken und sogar noch die Sparquote erhöhen, sind keine gute Strategie. Anleger sollten den Notstand nutzen und sich endlich für Aktien interessieren, Wissen aufbauen und risikobewusst in die Aktienmärkte einsteigen. Auch für Anfänger und kleinere Anlagebeträge gibt es z.B. mit ETF gut geeignete Produkte und gute und günstige Handelsplätze sowieso.
Das „Börsen-Unwort des Jahres“ wird von der Börse Düsseldorf in Anlehnung an die 1991 ins Leben gerufene sprachkritische Aktion des Frankfurter Germanisten Prof. Dr. Horst Dieter Schlosser seit 2001 ermittelt.

Bisherige Börsen-Unwörter:
- 2015: „Zinswende“
- 2014: „Guthabengebühr“
- 2013: „Billiges Geld“
- 2012: „Freiwilliger Schuldenschnitt“
- 2011: „Euro-Gipfel“
- 2010: „Euro-Rettungsschirm“
- 2009: „Bad Bank“
- 2008: „Leerverkauf“
- 2007: „Subprime“
- 2006: „Börsen-Guru“
- 2005: „Heuschrecken“
- 2004: „Seitwärtsbewegung“
- 2003: „Bester Preis“
- 2002: „Enronitis“
- 2001: „Gewinnwarnung“